Sender hält an Prognosen fest
Viva legt operativ zu

Die TV-Produktionen von Viva sind nach wie vor gefragt. Im zweiten Quartal konnte der Musik-TV-Sender daher seinen operativen Gewinn im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum verbessern. Die Prognose für das Gesamtjahr 2004 ließ Viva aber unverändert.

HB FRANKFURT. Der operative Gewinn (Ebita) sei im Zeitraum April bis Ende Juni mit 3,3 Mill. € 18 % höher ausgefallen, teilte das im SDax gelistete Unternehmen am Donnerstag in Köln mit. Der Umsatz sei allerdings um rund sechs Prozent auf 27,4 Mill. € zurückgegangen. Die Nachfrage nach TV-Formaten der Produktionstochter Brainpool wie „TV Total“ mit Stefan Raab und der Late Night Show sei weiter gut, auch das internationale Musik-Geschäft habe sich erfreulich entwickelt. „Wermutstropfen bleibt die Zurückhaltung der Werbeindustrie für unser nationales Musik-TV-Geschäft“, sagte Viva Media-Chef Dieter Gorny. Für 2004 rechne der Konzern dennoch weiterhin „mit einem gegenüber 2003 stabilen Umsatz und einem nennenswert verbesserten Konzern-Ebita“. Der Mutterkonzern des US-Musiksenders MTV, Viacom, hatte Mitte Juni angekündigt, den deutschen Wettbewerber übernehmen zu wollen.

Im zweiten Quartal blieb der Umsatz bei der TV-Produktions-Tochter Brainpool mit 15,2 Mill. € in etwa auf Vorjahresniveau. Der Bereich Musik-TV verzeichnete hingegen ein Umsatzminus von zwölf Prozent. Das Musikgeschäft in Deutschland blieb wegen einer anhaltenden Zurückhaltung in der Werbeindustrie rückläufig, während im internationalen Musikgeschäft die Umsätze um 19 % anzogen.

Trotz der deutlichen Verbesserungen zum Vorquartal konnte das Unternehmen die Verluste aus den ersten drei Monaten im Halbjahr nicht ausgleichen. Kumuliert für sechs Monate fiel das Ebita auf 1,4 (2,5) Mill. €, der Nettoverlust weitete sich auf 1,4 Mill. € aus nach einem Minus von 0,8 Mill. € im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz im Konzern stieg im Halbjahr leicht auf 50,3 (50,2) Mill. €. Für das zweite Halbjahr sei der Ausblick verhalten zuversichtlich. „Der positive Trend in der TV-Produktion und im internationalen Geschäft dürfte anhalten“, teilte die Firma mit. Dennoch werde das Musik-TV-Geschäft im Inland die Gewinnschwelle auch im Gesamtjahr nicht erreichen.

Viva hatte auf Grund eines anhaltend schwachen Werbemarktes sowie der Strukturkrise der Musikindustrie im ersten Quartal einen deutlich höheren Konzernverlust verbucht. 2003 hatte Viva bei einem Umsatz von 114 Mill. € einen Betriebsverlust (Ebitda) von 4,4 Mill. € verzeichnet.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%