Serie von Cyberattacken
Nun wurde der Online-Dienst Evernote gehackt

Die Serie von Hacker-Angriffen auf Online-Dienste in den USA nimmt kein Ende. Das jüngste Ziel: Der Online-Dienst Evernote. Dort speichern Nutzer Notizen aller Art. Das Unternehmen reagierte umgehend.
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New York/LondonDer Online-Dienst Evernote, bei dem man Notizen, Links oder auch Kochrezepte im Netz speichern kann, ist Ziel einer schwerwiegenden Hacker-Attacke geworden. Die Angreifer hätten sich Zugriff auf E-Mail-Adressen und verschlüsselte Passwörter verschafft, teilte Evernote in einem Blogeintrag am späten Samstag mit. Evernote hat nach jüngsten Angaben fast 50 Millionen Nutzer. Sie werden nun aufgefordert, ihre Passwörter zu ändern.

Die Angreifer hätten keine Bezahlinformationen erbeutet und auch nicht von den Nutzern abgespeicherte Inhalte sehen können, betonte Evernote. Auch wenn die gestohlenen Passwörter verschlüsselt sind, wächst die Gefahr für Nutzer, die das gleiche Passwort bei mehreren Online-Diensten verwenden.

Allein in den vergangenen Wochen waren auch Twitter, Facebook, Apple und Microsoft Ziel von Hacker-Attacken geworden, die jedoch nach ersten Erkenntnissen glimpflich verliefen.

Große US-Industrieunternehmen stehen nach Angaben amerikanischer Sicherheitsexperten schon lange im Visier mutmaßlich chinesischer Hacker. Jüngst wurden auch Cyberangriffe auf große US-Zeitungen sowie die europäischen Konzerne ThyssenKrupp und EADS bekannt.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Serie von Cyberattacken: Nun wurde der Online-Dienst Evernote gehackt"

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  • Wird jetzt das HALALI auf die Chinesen geblasen? Wieso inszeniert nicht der CIA solche einfachen Speilchen, wie er auch 9/11 und andere Jobs realisiert hat. Ach, weil es nur eine Verschwoerungstheorie sein kann, so zu denken, verstehe!
    Die kriegsvorbereitenden Hetzen der USA werden immer auusgefeilter! Aber sie muessen wohl sein, um die Kriegsindustrie (die einzige Industrie, die in den USA wirklich noch funktioniert) weiter zu motivieren, wenn sie in den naechsten Monaten 1/1000 geringere Sponsorschaft erhaelt, weil die Reps das Spiel nicht mitgespielt haben.

  • Da die Passwörter gehasht und gesalted waren (offizielle evernote Info), sehe ich nicht wirklich ein Problem, gerade für die User, die ausreichend starke Passwörter verwendet haben. Ansonsten generell einen Dienst wie Lastpass verwenden, sich von diesem automatisch unique, starke Passwörter für jeden Dienst generieren lassen und sich lediglich 1(!) starkes Passwort ausdenken und behalten, mit welchem alle anderen Passwörter verschlüsselt werden. Ich seh schon, wird nicht lange dauern bis die Meldung alle Cloud-Hasser und Datenschutzparanoiker anlocken wird ;-)

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