Service-Provider dürfen keine Lizenz besitzen
Mobilcom gibt UMTS-Lizenz zurück

Jetzt ist es beschlossen: Mobilcom wird die Lizenzen für den Betrieb eines UMTS-Netzes wieder zurückgeben. Dann darf der Mobilfunkanbieter auch Dienste als UMTS-Service-Provider anbieten.

HB BÜDELSDORF. Vorstand und Aufsichtsrat hätten beschlossen, die Lizenzen für den Betrieb eines UMTS-Netzes an die Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation zurück zu geben, teilte das Büdelsdorfer Unternehmen am Dienstag mit. Damit sei der Konzern frei, als Service-Provider auch UMTS-Dienste anzubieten und an dem entstehenden Markt teilzunehmen, hieß es. „Bei einem Festhalten an der Lizenz wäre dies nicht möglich gewesen, da Lizenzinhaber nicht zugleich Service-Provider sein dürfen.“

Die im TecDax notierten Mobilcom-Aktien gewannen gegen Mittag knapp ein Prozent auf 12,62 Euro hinzu.

Mobilcom hatte 2000 mit finanzieller Hilfe seines Aktionärs France Télécom eine von sechs deutschen UMTS-Lizenzen für 8,4 Milliarden Euro ersteigert. Die Bedingungen schreiben vor, dass die UMTS-Lizenznehmer in der Lage sein müssen, bis Ende 2003 mindestens 25 Prozent der Bevölkerung mit Diensten der nächsten Mobilfunkgeneration zu versorgen. Mobilcom hatte im Frühjahr sein für 1,1 Milliarden Euro errichtetes UMTS-Netz an den Konkurrenten E-Plus für 20 Millionen Euro verkauft.

Ein Streit der beiden Hauptaktionäre Gerhard Schmid und France Telecom über die Investitionen beim Ausbau des UMTS-Mobilfunks hatte Mobilcom im vergangenen Jahr an den Rand der Zahlungsunfähigkeit gebracht. Die Pleite wurde mit Hilfe eines Sanierungskredits mehrerer Banken und der France Télécom abgewendet.

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