Service-Sparte kommt nach Deutschland
Signal für großen Stellenabbau bei Nokia

Vier der insgesamt sechs Sparten des neuen, gemeinsamen Mobilfunknetz-Unternehmens von Nokia und Siemens werden in Deutschland angesiedelt.

HB STOCKHOLM. Die Ankündigung von Nokia, auch den für die Finnen wichtigsten Bereich, die Netz- und Service-Sparte, nach Deutschland zu verlagern, kann nach Einschätzungen von Experten darauf deuten, dass der Hauptteil des angekündigten Arbeitsplatzabbaus in Finnland geschehen wird.

Nokia und Siemens hatten bei der Präsentation des Joint Ventures im Juni einen Abbau von zehn bis 15 Prozent der insgesamt 60 000 Arbeitsplätze angekündigt. Da Siemens rund 40 000 Mitarbeiter in das neue Unternehmen Nokia Siemens Networks einbringt, war zunächst befürchtet worden, dass der Hauptteil der Stellen in Deutschland wegfallen werde.

Jari Honko, Analyst bei der finnischen eQ Bank, erklärte gegenüber finnischen Medien, dass die Ankündigung von Nokia für einen großen Stellenabbau in Finnland spreche. „Das kann ein Signal dafür sein.“ Dafür spricht auch, dass es bei Siemens eine Arbeitsplatzgarantie bis Ende 2009 gibt. In Finnland existieren keine entsprechenden Abkommen mit den Gewerkschaften, deshalb wird es für das neue Unternehmen einfacher und billiger, die Stellen in Nordeuropa zu streichen. Die beiden Unternehmen wollten noch keine Einzelheiten dazu nennen.

Das Joint Venture will am 1. Januar 2007 starten, wenn die Kartellbehörden grünes Licht geben. Nach Worten des neuen Nokia Siemens Networks-Chef, Simon Beresford-Wylie, kommt man bei den Vorbereitungen „sehr gut voran“.

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