SES übernimmt New Skies
Astra-Betreiber kauft Satelliten zu

Der führende Satellitenkonzern SES Global übernimmt die Nummer fünf der Branche, New Skies Satellites Holdings. Nach Europa und den USA, die mit den Astra-Satelliten abgedeckt werden, will SES nun in andere Regionen der Welt vorstoßen.

HB LUXEMBURG. SES aus Luxemburg zahlt für New Skies mit Sitz auf den Bermunda-Inseln 760 Mill. Dollar (641 Mill. Euro) und übernimmt zugleich Schulden in Höhe von 400 Mill. Dollar (337 Mill. Euro), wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. „Das stärkt unsere Position als Branchenführer“, sagte SES-Präsident Romain Bausch bei einer Telefon-Pressekonferenz.

Mit der 100-prozentigen Übernahme von New Skies erweitert SES seine bisherige Flotte von 40 Satelliten um 5 zusätzliche, die vor allem Lateinamerika, Asien, Afrika und Nahost abdecken. Ein sechster Satellit soll im kommenden Jahr in die Umlaufbahn geschickt werden. Im vergangenen Jahr hatte New Skies einen Umsatz von 211 Mill. Dollar und einen Verlust von 6 Mill. Dollar erwirtschaftet. SES bezeichnete New Skies als „etablierte Firma mit guten Aussichten auf Gewinnzuwachs“.

Bausch sagte, New Skies sei vor allem deswegen für SES interessant gewesen, weil das Unternehmen ergänzend zu den von SES stark abgedeckten Regionen USA und Europa über Satelliten für andere Regionen der Erde verfüge, die sich mit den eigenen Kapazitäten nicht überschnitten. Außerdem sei New Skies vor allem im Bereich der Datenübertragungen für Regierungen, einem stetig wachsenden Marktsegment, stark vertreten. Es werde „weit reichende Synergien bei den Betriebskosten“ geben.

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