„Shareconomy“
Ein nicht ganz ungefährlicher Trend

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Unternehmen müssen sich darauf einstellen

Neben der noch immer zunehmenden Bedeutung der Regionalisierung der Weltwirtschaft als Herausforderung einer Gesamtunternehmensstrategie, sind die Vorboten einer Shareconomy eine zentrale Herausforderung für Entscheider in Unternehmen nahezu aller Branchen und Größenklassen. Für viele Unternehmen bedeutet dies eine Entwicklung vom Produktionsbetrieb zum Serviceanbieter – respektive zu einem hybriden Anbieter. Auch wenn heute nahezu keine Produkte ohne Services verkauft werden können - und auch in der Industrie & Co. umfassende Servicekompetenzen vorhanden sind - bedarf es dessen ungeachtet einer Weiterentwicklung der Dienstleistungsperspektive. Die Frage, die hier gestellt werden muss, ist die nach der Geschwindigkeit und Integrationstiefe von Share-Economy-Leistungen. Hierzu gilt es, die ökonomische Bedeutung – auch für unterschiedliche Regionen – im Allgemeinen und für das eigene Unternehmen zu bewerten. So müssen Marktpotenziale- und –dynamik sowie Integrationstiefe in den klassischen Leistungsprozessen ermittelt werden.

Um etwaige Service-Innovationen inkl. der notwendigen Differenzierungskriterien am Markt erfolgreich zu platzieren, bedarf es einer IT-Infrastruktur, die die Service-Innovationen auch ermöglicht. Exemplarisch sei hier das Zusammenspiel von Daten, deren Verfügbarkeit (=Cloud) und Mobility erwähnt. Hierbei gilt es auch, eine Beschleunigung von eiligen Technologieentwicklungen zu ermöglichen, Beschaffungsmaßnahmen für IT neu aufzustellen, eine Bestimmung der benötigten Qualifikationen zu erstellen und diese in eine Personalentwicklung zu überführen. Das Projektmanagement muss genauso überprüft werden, wie ein integriertes Roadmapping erfolgen muss. Diese Roadmaps orientierten sich am aktuellen und zukünftigen Produkt- und Leistungsportfolio des eigenen Unternehmens, an den Roadmaps von IT-Lieferanten und Dienstleistern sowie an der Leistungsfähigkeit der IT-Abteilung.

Zur Zielerreichung muss frühzeitig eine intensive Zusammenarbeit mit Anbietern von Hardware, Software, Services und Telekommunikationsleistungen erarbeitet werden. Hierzu zählen auch Kenntnisse über Kostenmodelle dieser Unternehmen. Nur auf einer solchen Basis können Profit- und Risk-Sharing-Kooperationen eingegangen werden.

Die IT muss in solchen Szenarien auch Kompetenzen im Bereich Big Data / Analytics bereitstellen. Geschäftsmodelle, die auf dem Shareconomy-Gedanken beruhen, benötigen tiefgehende Analysen. So müssen Informationen über den Bestand an langlebigen Gebrauchsgütern, die Konsumausgaben (privater Haushalte) für langlebige Gebrauchsgüter mit Annahmen über durchschnittliche güterspezifische Nutzungsdauern vorhanden, bewertet und gedeutet werden können. Hinzu werden weitere (tagesaktuelle) Informationen über Preisbereitschaften, wirtschaftliche Entwicklung etc. benötigt.

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