Sicherheitsexperten
Hacker rüsten sich für Sabotage von Kraftwerken

Sicherheitsforscher warnen vor Hackern, die sich im großen Stil auf die Sabotage von kritischer Infrastruktur vorbereiten. Zurzeit sammeln sie dafür noch Informationen. Besonders Energieerzeuger sind betroffen.
  • 2

BerlinEine seit Jahren aktive Hacker-Gruppe kundschaftet laut IT-Sicherheitsexperten Kraftwerke im Westen und der Türkei aus, um sie sabotieren zu können. Dabei gehe es derzeit darum, in Computernetze einzudringen und Informationen zu sammeln, erklärte die Sicherheitssoftwarefirma Symantec. Die Hacker seien in die Netze von 20 Unternehmen in den USA, 6 in der Türkei und eines Branchenzulieferers in der Schweiz eingedrungen. Auch Kraftwerke in Deutschland, den Niederlanden und Belgien, seien dabei ins Visier geraten, es seien aber keine erfolgreichen Angriffe festgestellt worden.

In einigen Fällen seien Screenshots von der Steuersoftware der Industrieanlagen angefertigt worden, um sie zu studieren. Unter anderem dadurch seien die Angreifer dem Ziel näher gekommen, die Kontrolle über die Anlagen zu übernehmen, sagte Symantec-Forscher Candid Wüest der Deutschen Presse-Agentur.

„Zum anderen haben wir gesehen, dass gezielt Dokumente abgeschöpft wurden“, sagte Wüest. Es sei davon auszugehen, dass unter den PDF- und Word-Dateien auch Aufbaupläne für einzelne Komponenten seien. „Das ermöglicht natürlich jetzt, mit diesem Wissen einen nächsten Angriff besser vorzubereiten, selbst wenn die Passwörter geändert wurden.“ Und gerade solche Betriebe wie Energieerzeuger blieben zum Teil jahrzehntelang kaum verändert in Betrieb. Symantec habe dabei keine Angriffe auf Atomkraftwerke festgestellt.

„Wir sehen, dass die wahrscheinlichsten Ziele Fernzugriff und Sabotage sind“, sagte Wüest zum Vorgehen der Angreifer. In den bisher bekannten Fällen war es Hackern 2015 und 2016 zwei Mal gelungen, Kraftwerke in der Ukraine zu stören.

Die Gruppe, die derzeit in die Netze der Kraftwerke einzudringen versucht, ist laut Symantec bereits seit 2011 aktiv und wird unter dem Namen „Dragonfly“ geführt. Die Sicherheitsforscher legen sich nicht auf die Herkunft der Gruppe fest. Im Softwarecode seien Fragmente auf Russisch und Französisch gefunden worden, das könnten aber auch falsche Fährten sein.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Sicherheitsexperten: Hacker rüsten sich für Sabotage von Kraftwerken"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.


  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • SICHERHEITSEXPERTEN
    Hacker rüsten sich für Sabotage von Kraftwerken
    Sicherheitsforscher warnen vor Hackern, die sich im großen Stil auf die Sabotage von kritischer Infrastruktur vorbereiten. Zurzeit sammeln sie dafür noch Informationen. Besonders Energieerzeuger sind betroffen.

    ..........................................................

    WENN DIE " EU IN BRÜSSEL " NICHT WEITERHIN DEN EU-LISSABONNER VERTRAGSBRUCH PERMANENT JAHR FÜR JAHR BETREIBEN WÜRDE, KÖNNTE MAN IN EUROPA DIESE JÄHRLICHE VERSCHWENDUNG VON 280 MILLIONEN EUROPA BESSER UND RICHTIGER IN DIE SICHERHEIT EUROPAS INVESTIEREN UM ETWA DEN CYBER-SCHUTZ FÜR DEN EUROPÄISCHEN KONTINENT VORAN BRINGEN !!!

    DIE USA INVESTIERT MEHR IN CYBER-SCHUTZ FÜR DEN USA ALS DIE EUROPÄISCHE UNION INVESTITIONEN IN CYBER-SCHUTZ FÜR EUROPA VORAN BRINGT !!!

    DANN TADELT ABER DIE EUROPÄISCHE UNION IMMER NUR US-PRESIDENT TRUMP ???

    EU und EZB LERNT ENDLICH DAS RICHTIGE ZU TUN VOM USA !!!

    ALS DEUTSCHLAND UND EUROPA SICH MEHR MIT DEM USA NAHE WAREN, DA GING ES GANZ EUROPA VIEL BESSER !!!

    DARÜBER SOLLEN SICH ALLE 500 MILLIONEN EUROPÄER MAL GEDANKEN MACHEN !!!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%