Sieben-Punkte-Plan
Telekom will Milliarden sparen

Die Deutsche Telekom will bis 2010 fünf Milliarden Euro einsparen. Diese Summe hat Konzernchef Kai-Uwe Ricke dem Aufsichtsrat am vergangenen Wochenende als Ziel für sein Sparprogramm genannt, berichten unternehmensnahe Kreise. Der Bonner Konzern plant Kostensenkungen vor allem in der Informations- und in der Netztechnik.

HB DÜSSELDORF. Ricke hatte dem Gremium einen Sieben-Punkte-Plan vorgestellt, mit dessen Hilfe er die Telekom aus der aktuellen Krise führen will. Der Konzern hatte Anfang August enttäuschende Halbjahreszahlen bekannt gegeben und seine Prognose für Gewinn und Umsatz für das laufende und das kommende Jahr deutlich gesenkt.

Teil des Sieben-Punkte-Plans, den Ricke nach der Aufsichtsratsitzung vorstellte, ist die Steigerung der Effizienz. In diesem Rahmen nannte Ricke beim IT-Aufwand ein Einsparpotenzial von einer Mrd. Euro bis 2010.

Wie nun bekannt wurde, hat der Telekom-Chef dem Aufsichtsrat aber insgesamt fünf Mrd. Euro als Sparziel genannt. Noch ist allerdings unklar, wie genau diese Summe zustande kommen soll. Es bestehe eine „Deckungslücke“, hieß es im Umfeld der Telekom. Sicher scheint aber, dass Ricke den Großteil der Kosten in der IT sowie durch eine Vereinheitlichung der verschiedenen Netz-Plattformen erreichen will.

Umstellung auf das Internet-Protokoll

Bisher basieren Festnetz und Mobilfunknetz der Telekom auf zwei unterschiedlichen Techniken. Die Telekom plant aber – ebenso wie andere europäische Telekommunikationskonzerne –, ihre Netze komplett auf das Internet-Protokoll umzustellen. Diese Netzwerke der nächsten Generation (NGN) sind für den Mobilfunk und das Festnetz ähnlich. Durch die Vereinheitlichung lassen sich nicht nur die Kosten für die Instandhaltung reduzieren, sondern auch Skaleneffekte beim Einkauf der Hardware erzielen.

Auch organisatorisch konzentriert die Telekom die Netztechnik: Ricke hatte am Wochenende konzernübergreifende Aufgaben an zwei seiner drei Spartenchefs übertragen. Netztechnik, IT und Einkauf verantwortet künftig Lothar Pauly, Leiter der Geschäftskundensparte T-Systems. René Obermann ist für den stationären Vertrieb in Deutschland zuständig, und Ricke selbst übernimmt Werbung und Mediakoordination. Festnetz-Chef Walter Raizner erhielt keine neuen Kompetenzen, sondern musste Verantwortung für Vertrieb und Netztechnik abgeben.

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