Siemens
hatte sein Kerngeschäft zum Jahresbeginn 2008 in die Sektoren Industry, Energy und Healthcare aufgegliedert. Healthcare ist mit einem Jahresumsatz von zuletzt rund 10 Mrd. Euro der nach Umsatz kleinste Siemens
-Sektor.
Siemens
hatte zuletzt die Summe der fragwürdigen Zahlungen in den Jahren 1999 und 2006 auf insgesamt 1,3 Mrd. Euro beziffert. Die laufenden Ermittlungen, Strafbefehle und Steuernachzahlungen haben Siemens
schon 1,7 Mrd. Euro gekostet.
Die "Süddeutsche Zeitung" hatte zuvor berichtet, dass bei der internen Aufklärung der Affäre durch die US-Kanzlei Debevoise in den vergangenen Wochen schwarze Kassen gefunden worden sein sollen. Über Konten in Dubai und anderswo sollen in der Medizinsparte von 2001 bis 2006 fragwürdige Zahlungen von fast 70 Mio. Euro abgewickelt worden sein. Über die neuen Erkenntnisse will Debevoise in der kommenden Woche den Aufsichtsrat von Siemens unterrichten. Die Münchner Staatsanwaltschaft sei bereits informiert worden.
Auch in der Sparte Telekommunikation seien nach Erkenntnissen von Debevoise und der Staatsanwaltschaft hohe Millionenbeträge über Dubai in schwarze Kassen geschleust und anschließend für Schmiergeldzahlungen genutzt worden sein sollen.
Der leitende Oberstaatsanwalt Christian Schmidt-Sommerfeld will sich erst am Donnerstag dazu äußern. Ein Siemens
-Sprecher lehnte weitere Auskünfte ab.

