Siemens-Partner leidet an Überangebot
Quartalsgewinn von Fujitsu bricht ein

Siemens-Partner Fujitsu hat im zweiten Geschäftsquartal einen herben Gewinneinbruch erlitten. Der Überschuss ging in den drei Monaten bis Ende September wegen Einbußen bei Festplatten und einer höheren Steuerlast erheblich zurück.

HB TOKIO. Der Überschuss sank um nahezu zwei Drittel auf umgerechnet 33,8 Mill. Euro, wie das japanische Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz kletterte hingegen vor allem wegen besserer Nachfrage nach Handys um gut sieben Prozent. Für sein laufendes Geschäftsjahr beließ der IT-Konzern seine Gewinnprognose bei 402 Mill. Euro.

Der Elektroriese will angesichts des anhaltenden Überangebots von Halbleitern und Festplatten wie der US-Konkurrent IBM verstärkt auf IT-Dienstleistungen setzen, um den Renditeschwund zu stoppen. In den USA und Europa sind die Asiaten daher auf der Suche nach Übernahmezielen.

"Die Erholung auf dem Chipmarkt geht langsam“, sagte Finanzvorstand Masamichi Ogura. Dennoch nehme die Rentabilität des Halbleitersegments dank der Umstellung auf die kleinere 90-Nanometer-Technologie wieder zu. Der Preisverfall bei Festplatten habe sich zuletzt zwar verlangsamt. Dennoch ziele Fujitsu künftig verstärkt vor allem auf den höherwertigen Marktsektor.

Im Chipbereich hat das Unternehmen, das auch Halbleiter für Sony herstellt, zunehmend mit den explodierenden Entwicklungskosten zu kämpfen und zögert daher mit weiteren Investitionen in seinen eigenen Chipbereich. Bislang hat sich das Unternehmen noch nicht der von NEC und Hitachi geplanten Entwicklungsallianz für Chips mit Strukturgrößen von 32 Nanometer angeschlossen.

In Europa produziert Fujitsu zusammen mit Siemens PCs und Großrechner. Der europäische Marktführer Fujitsu Siemens Computers (FSC) hatte allerdings zuletzt mit einem beständig sinkenden Marktanteil zu kämpfen. Zudem hatte sich Siemens-Chef Peter Löscher zuletzt unzufrieden über die Rendite des Gemeinschaftsunternehmens geäußert.

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