Siemens schießt Geld nach
Das dicke Ende von BenQ Mobile

Um ein Schrecken ohne Ende zu vermeiden, gab Siemens mit reichlich Zuzahlung seine Handysparte an den taiwanesischen Konzern BenQ ab. Doch dann ging BenQ Mobile pleite und wurde doch zum Problem für Siemens. Jetzt schießt der deutsche Konzern wieder eine ordentliche Summe in die Handysparte.

HB MÜNCHEN. Der Technologiekonzern Siemens übernimmt der IG Metall zufolge alle Kosten einer Beschäftigungsgesellschaft für die Mitarbeiter der ehemaligen Handysparte. „Siemens hat endlich Verantwortung übernommen und stellt nun viel, viel mehr als die ursprünglich beabsichtigten 35 Mill. Euro zur Verfügung“, sagte Bayerns IG-Metall-Chef Werner Neugebauer am Freitag in München.

Die Einigung mit der IG Metall über eine Betriebsgesellschaft und Abfindungen für die Mitarbeiter von BenQ Mobile wird dem ehemaligen Mutterkonzern Siemens nach Schätzung der Gewerkschaft wohl 140 Millionen Euro kosten. „Die Kosten können zwischen null und 180 Millionen Euro liegen“, sagte Bayerns IG-Metall-Chef Werner Neugebauer am Freitag. „Wir rechen mit 130 bis 140 Millionen Euro“, sagte er.

Siemens hat die Angaben der IG Metall über die Summe von 180 Millionen Euro zurückgewiesen. Dieser Betrag sei „absolut falsch“, sagte ein Siemens-Sprecher am Freitag in München. Da unklar sei, wie viele der insgesamt 3000 von der Insolvenz betroffenen Beschäftigten in die Transfergesellschaften wechselten und wie lange sie dort verbleiben, seien bisher noch keine seriösen Prognosen zu den Mitteln möglich.

Bei BenQ Mobile gebe es zugleich einen Hoffnungsfunken, dass das Rumpfunternehmen fortgeführt werden könnte. „Der Konkursverwalter führt Gespräche mit Samsung“, fügte Neugebauer hinzu.

Siemens erklärte, die Finanzierung der Beschäftigungsgesellschaften sei gesichert. Gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter sei ein Weg gefunden worden, im Ergebnis weitere Mittel zur Verfügung zu stellen, teilte das Unternehmen mit. Zwei Auffanggesellschaften sollen im Laufe des nächsten Jahres die entlassenen BenQ- Mitarbeiter fortbilden und erneut auf dem Arbeitsmarkt vermitteln.

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