Singapur erteilt Zulassung
Jenoptik bringt Tochter an die Börse

Der ostdeutsche Technologiekonzern Jenoptik treibt seinen Umbau weiter voran. Der größte Geschäftsbereich des Unternhemens mit einem Jahresumsatz von rund einer Milliarde Euro wird in Asien an die Börse gebracht.

HB BERLIN. Die Reinraumtochter mit dem Anlagenbau für die Halbleiter- und Flachbildschirmindustrie habe von der Börse Singapur eine Zulassung erhalten, teilte Jenoptik am Freitag mit. Der Schwerpunkt von Jenoptik wird dadurch künftig auf der optischen Sparte Photonics liegen.

Die Aktie des im Technologieindex TecDax gelisteten Unternehmens reduzierte ihre Kursverluste in Folge der Nachricht und notierte in einem schwachen Markt am Nachmittag fast wieder auf Vortagesniveau.

Jenoptik hatte die an die Börse gehende Sparte Facility Engineering im vergangenen Jahr in eine eigene Gesellschaft mit Sitz in Singapur ausgegliedert, da dort die Wachstumsmärkte seien. Die Sparte erzielt einen Jahresumsatz von rund einer Milliarde Euro. Sie machte aber Probleme wegen ihres hohen Kapitalbedarfs und einer schwachen Umsatzrendite, die 2004 bei 1,5 bis 2,5 % liegen sollte.

Im Januar hatte sich Jenoptik bereits von der Mehrheit an der Sparte Gebäudetechnik getrennt, die rund 550 Mill. € Umsatz erzielte. Jenoptik gibt somit in kurzer Zeit mehr als der Hälfte seiner Erlöse ab. 2004 betrugen sie nach vorläufigen Zahlen rund 2,5 Mrd. €.

Der Anlagenbau für die Halbleiter- und Flachbildschirmindustrie firmiert in Singapur als MWZ Singapur. M+W Zander (MWZ) ist ein Tochterunternehmen von Jenoptik, das wiederum die Mehrheit an der Gesellschaft auch nach dem Börsengang halten soll.

Die optische Sparte Photonics soll nach Konzernplanungen 2004 einen Umsatz von über 350 Mill. € erzielen. Konzernchef Alexander von Witzleben hatte wiederholt darauf hingewiesen, dass sie künftig das Kerngeschäft bilden solle und auch durch Zukäufe ausgebaut werde. Photonics erzielte in der Vergangenheit eine Umsatzrendite von neun bis zehn Prozent.

Außer Photonics würde nach dem Börsengang des Anlagenbaus sonst nur noch das Gebäudemanagement (Facility Management) mit einem Umsatz von 400 Mill. € bleiben. Auch diesen Bereich hatte von Witzleben aber nicht mehr dem Kerngeschäft zugerechnet.

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