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24.11.2006 
Konzerntochter gibt Produktion ab

Singulus konzentriert Fertigung

Zu Jahresbeginn hatte Singulus den Konkurrenten Hamatech übernommen und dadurch seine Position als Weltmarktführer bei Maschinen zur Herstellung optischer Speichermedien ausgebaut. Seine optimistische Rechnung musste der Konzern allerdings früh wieder revidieren. Nachdem bereits rund zehn Prozent der Stellen gekürzt wurden, gibt es nun weitere Einschnitte.

gil DÜSSELDORF. Der Singulus-Konzern konzentriert die Entwicklung und Fertigung von Maschinen zur Herstellung von CDs und DVDs am Stammsitz Kahl bei Aschaffenburg. Die Fertigung von Anlagen für wiederbeschreibbare optische Speichermedien wandert von Sternenfels bei Pforzheim, dem Sitz der Konzerntochter Hamatech, nach Kahl. Dadurch fallen in Sternenfels 80 Stellen weg.

Bei Hamatech bleibt neben der Verwaltung lediglich der Geschäftsbereich Fotomasken für die Halbleiterindustrie mit 80 Personen. Der Bereich soll aber nach Auskunft eines Sprechers demnächst verkauft werden. Von der Verlagerung verspricht sich Singulus Einsparungen von jährlich rund zwei Mill. Euro.

Singulus hatte zu Jahresbeginn den Konkurrenten Hamatech übernommen und dadurch seine Position als Weltmarktführer bei Maschinen zur Herstellung optischer Speichermedien ausgebaut. Allerdings machten kurz danach hohe Restrukturierungsaufwendungen und ein Markteinbruch einen Strich durch die optimistische Rechnung. Singulus kürzte bereits rund zehn Prozent der Stellen und beschäftigt noch 864 Personen. In den ersten neun Monaten betrug der Singulus-Umsatz 213 Mill. Euro bei einem Ergebnis nach Steuern von 8,1 Mill. Euro. Hamatech arbeitet mit Verlust.

Die im Tec-Dax notierte Singulus-Aktie fiel am gestrigen Donnerstag um 1,5 Prozent und notierte bei 11,50 Euro. Analystin Alexandra Hauser von der Landesbank Baden-Württemberg sieht in der Zusammenlegung durchaus Sinn, da die Fertigung an nur einem Standort direkten Zugriff auf beide Technologien biete. Es entstünden aber Kosten in noch nicht genannter Höhe. Anfang des Jahres hatte der Vorstand den Bereich vorbespielte Medien bei Singulus konzentriert und die wiederbeschreibbaren Speichermedien bei Hamatech.

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