Sky Ticket
„Game of Thrones“ überlastet Sky-Streamingdienst

Der Bezahlsender Sky will die Fantasy-Serie „Game of Thrones“ nutzen, um sein Streaming-Angebot bekannter zu machen. Ein Sonderangebot zum Staffelstart sollte massenweise Kunden locken. Doch das klappte offenbar zu gut.
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Düsseldorf„Der flexible Weg zu Premium-Inhalten von Sky“ bewirbt der Bezahlsender sein Streaming-Angebot Sky Ticket. Im Wettstreit mit Plattformen wie Amazon Prime Video und Netflix sollen die Sendelizenzen für die siebte Staffel der Erfolgs-Fantasyreihe „Game of Thrones“ dem Medienkonzern neue Kunden bringen. Für gerade einen Euro im Monat als Lockangebot bewirbt das Unternehmen daher derzeit seine Plattform.

Doch das Interesse an der ersten Folge der neuen „GoT“-Staffel ist am Montagabend so groß, dass die Server von Sky Ticket in die Knie gehen. „Der Winter ist da ... und hat ein paar Leitungen vereist“, schreibt das Unternehmen in Anspielung auf einen zentralen Satz der Serie bei Facebook. Der Ansturm auf die neue Staffel übertreffe die Erwartungen.

In sozialen Netzwerken beklagen Nutzer am Premierenabend, dass der Registrierungsprozess zwar teilweise gelinge, doch man zuweilen Stunden auf die Bestätigungs-E-Mail warten müsse. „Schon ein Armutszeugnis, wenn man sich die deutschen Exklusivrechte holt, aggressivste Werbung betreibt und dann alles zusammenbricht, weil man ja mit dem Ansturm nicht rechnen konnte“, schreibt ein erboster Interessent auf der Skyticket-Facebook-Seite. „Ihr seid die Deutsche Bahn der Streaming-Dienste“, so ein anderer.

„Vor allem eine junge Zielgruppe wird in den Social-Media-Kanälen mit zahlreichen Sonderideen und mit unserem neuen Streaming-Dienst Sky Ticket angesprochen“, beschrieb Marketing-Chefin Arianna Saita die Werbeaktionen vor dem „Game of Thrones“-Start. Doch die Startseite des Streaming-Angebots begrüßt die Nutzer am entscheidenden Abend mit einer eigens für den Fall der Überlastung vorbereiteten Fehlerseite: Die Server seien leider „eingefroren“.

Jenseits von Sky Ticket können Pay-TV-Kunden des Unternehmens die Folgen auf Abruf schauen oder zu festen Ausstrahlungszeiten. Doch diese Varianten sind deutlich teurer als die offerierte Streaming-Variante.

Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales

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  • @ Herr Peter Radomski - 18.07.2017, 08:04 Uhr - Wie gut das es einen Experten gibt der weiß wo die Server stehen. :-)

  • Ja, wie immer wird massenweise Geld für Marketing und Co. ausgegeben,
    aber die IT soll am besten gar nix kosten - typisch für deutsche Unternehmen.
    Deshalb wird der Standort Deutschland immer 100 Jahre hinter Silicon Valey liegen!!!

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