Skybox Imaging
Google kauft Spezialisten für Satellitenbilder

Google will seine Karten-Dienste auf dem aktuellen Stand halten. Aus diesem Grund kauft der IT-Konzern einen Satelliten-Spezialisten für 500 Millionen Dollar. Doch Skybox Imaging bietet mehr als nur Satellitenaufnahmen.
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Mountain ViewGoogle stärkt seine digitalen Kartendienste mit dem Kauf des Satelliten-Spezialisten Skybox Imaging, der Bilder aus dem All in hoher Auflösung erstellt. Der Preis liegt bei 500 Millionen Dollar in bar, wie der Internet-Konzern mitteilte. Skybox bietet seinen Kunden das Beobachten gewünschter Gebiete mit detailreichen Fotos und 90 Sekunden langen Videos an.

Als Dienstleistungen nennt Skybox zum Beispiel die Überwachung von Feldern auf Schädlingsbefall und die Aufsicht über Energie-Pipelines. Auch die Auswertung der Container-Bewegungen in Häfen, der Aktivität auf Flughäfen oder der Bestände auf Parkplätzen von Autohändlern ist möglich. Aus dem Abgleich solcher Informationen ließen sich Schlüsse über Geschäftsentwicklung oder sogar die Konjunktur ziehen, argumentiert Skybox. Die Kunst ist nach Einschätzung von Branchenexperten allerdings, die Daten für eine solche Auswertung aufzubereiten und richtig zu interpretieren. Skybox brachte bisher einen von rund zwei Dutzend geplanten Satelliten ins Alll.

Die Satelliten von Skybox sollen helfen, die Google-Karten auf aktuellem Stand zu halten, erklärte der Internet-Konzern am Dienstag. Außerdem hoffe Google, damit die Versorgung mit Internet-Zugängen und die Hilfe bei Unglücken und Naturkatastrophen zu verbessern. Google ist selbst bei der Entwicklung digitaler Satellitenkarten mit seinem Projekt Google Earth weit vorangekommen. Etablierte Anbieter wie DigitalGlobe oder GeoEye haben den Erdball erfasst, Skybox verspricht jedoch frischere Bilder auf Bestellung.

Skybox ist einer von mehreren neuen Anbietern, die von drastisch gesunkenen Kosten für Entwicklung und Herstellung von Satelliten profitieren wollen. Sie packen ihre Technik in deutlich kleinere Satelliten als man sie früher baute.

Skybox startete im Jahr 2009. Mitgründer Dan Berkenstock verkündete bereits früh die Vision, man wolle jedem die Möglichkeit geben, jederzeit zu sehen, was überall auf der Welt passiere. Die Skybox-Satelliten sind nach bisherigen Berichten gut 100 Kilogramm schwer. Das macht es auch günstiger, sie ins All zu befördern. Die Kosten eines Satelliten werden auf rund 25 bis 50 Millionen Dollar geschätzt.

Google plant auch den Einsatz von Satelliten, um Internet-Verbindungen in entlegene Regionen zu bringen. Dafür experimentiert der Konzern bereits mit Ballons, die Antennen tragen sollen, und kaufte den Drohnen-Hersteller Titan Aerospace.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Bei GoogleGlas kann man schon ganz gut sehen, dass Google viel ankündigt und nicht ganz so viel realisiert. Es ist nicht so trivial, einfach aus dem All durch simplen Blick nach unten einen Fahrzeugpark eines Autohändlers auf Vollständigkeit seines Bestandes zu überwachen. Sowas gibt's schon, damit haben sich Spezialisten der Sicherheitswirtschaft bereits jede Menge Gedanken gemacht. Eine der bisher besten Lösungen: http://bsg-sicherheit.de/gewerbe/videowache.html.
    Das Problem ist der zeitliche Ablauf und die permanenten Änderungen der Geländenutzung. Bei keinem Autohändler ist die Belegung seines Parkraumes rein statisch. Da werden noch am Abend neue Fahrzeuge gebracht, Mitten in der Nacht holen Kunden neue oder instandgesetzte Fahrzeuge wieder ab. Liebe Googler's, macht bitte das, was ihr könnt. Diese Ankündigung ist nicht glaubwürdig.

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