Smartphone Pixel

Wie Google in die iPhone-Liga vorstößt

Das erste echte Google-Smartphone erinnert stark an das iPhone. Doch ein Blick auf Produktionskosten und Marge zeigt, dass Google nicht nur auf die Kundschaft von Apple, sondern auch auf die Profite des Rivalen zielt.
Eine der Schlüsseleigenschaften des ersten echten Google-Smartphones ist das Kamerasystem. Quelle: AFP
Smartphone Pixel XL

Eine der Schlüsseleigenschaften des ersten echten Google-Smartphones ist das Kamerasystem.

(Foto: AFP)

Das neue Google-Smartphone Pixel hat die Form, den Preis und einige Eigenschaften des iPhone von Apple. Was jedoch für Investoren wichtiger ist: Auch die Margen sind ähnlich.

Das Pixel XL mit 32 Gigabytes an Speicherplatz kommt unter Berücksichtigung von Bauteilen und Fertigung auf Produktionskosten von 285,75 Dollar (261,92 Euro), zeigt eine Analyse von IHS. Angesichts eines Verkaufspreises von 769 Dollar in den USA bedeutet dies, dass die Margen bei diesem Modell bei rund 483,25 Dollar je Gerät liegen – ohne Kosten, die von IHS nicht berücksichtigt wurden. Der Analyse-Firma zufolge ist das mehr als der Gewinn, den Apple mit seinem 32 GB iPhone 7, das einen kleineren Bildschirm hat, erzielt.

Die Marge beim ersten echten Smartphone von Google legt den Schluss nahe, dass es das Unternehmen aus Mountain View nicht nur auf die Kundschaft von Apple abgesehen hat, sondern auch auf die Profite des Konkurrenten. Das Pixel-Handy ist der Startpunkt einer ganzen Reihe von neuen Produkten des Google-Mutterkonzerns Alphabet, sagt Rick Osterloh, der zuständige Senior Vice President für Hardware.

Die Margen deuten zudem an, dass „Google dieselben Preise für dieselben Komponenten bekommt wie andere Top-Hersteller von Telefonen“, erklärt Andrew Rassweiler, Senior Director bei IHS Markit. „Sie haben so viel Zugwirkung wie die anderen großen Akteure.“

Das sind Googles neue Gadgets
Smartphone Pixel
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Am Dienstag stellte Google in San Francisco zunächst mit Pixel ein Oberklasse-Smartphone vor. Das Design lehnt sich an die großen Flaggschiffe von Apple und Samsung an. Zwei Modelle legt Google vor: mit 5- und 5,5-Zoll-Bildschirm.

Oberes Marktsegment angepeilt
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Pixel ist dabei auf das obere Marktsegment ausgerichtet, in dem sich gegenwärtig Apple und Samsung ein erbittertes Duell liefern. Exklusiv-Partner in den USA ist Verizon, in Deutschland die Telekom.

Konkurrenzkampf der künstlichen Intelligenzen
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Beim hauseigenen Smartphone „Pixel“ soll der Google Assistant nur einen Klick oder einen Sprachbefehl entfernt sein - ähnlich wie Siri auf Apples iPhones. Google stattete den Assistenten aber mit seinem Wissen über die Welt aus. Ein Konkurrenzkampf künstlicher Intelligenzen scheint damit programmiert.

Hochwertige Kamera
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Zusätzlich verspricht Google, die Kamera in dem Telefon sei „die beste, die je in einem Smartphone verbaut wurde“. Unter anderem könne sie besonders viel Licht einfangen und die Stabilisierung gegen das Rütteln arbeite besonders präzise. Hält man den Auslöser gedrückt, nimmt die Kamera eine Bildserie auf - und die Software sucht selbst die besten Bilder raus.

Uneingeschränkter Speicherplatz für Fotos
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„Pixel“-Käufer bekommen auch uneingeschränkten Speicherplatz für ihre Fotos - und sogar Videos in 4K-Auflösung - auf Googles Servern. Mit 15 Minuten Ladezeit könne das „Pixel“ sieben Stunden laufen, hieß es.

In drei Farben erhältlich
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Das Google-Smartphone Pixel wird es in drei Farben geben: schwarz, blau und silber. Gebrandet ist das Handy nur auf der Rückseite mit einem großen G - wie Google.

Bunt, vielseitig, individuell
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Darüber hinaus präsentierte Googles Produktmanagerin Sabrina Ellis direkt mögliche Hardcase-Verzierungen für das Google Pixel. Bunt, vielseitig, individuell - so die Google-Botschaft.

Gesichert ist das aber nicht unbedingt. Apple kann Komponenten in massiven Stückzahlen bestellen und sich somit die niedrigsten Preise sichern. Google kann dagegen nicht dasselbe Volumen-Versprechen gegenüber Zulieferern abgeben. Doch die neuen Hardware-Manager des Unternehmens haben sich nach eigenen Angaben das Ziel gesetzt, in der Zukunft ein solches Gewicht zu entwickeln.

Kamera als Schlüssel
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