Smartphones

Nokia soll wieder an die Weltspitze

Der Name Nokia hat noch Klang. Ein finnisches Elektronikunternehmen nutzt ihn, um Smartphones zu verkaufen – mit ambitionierten Zielen: Es will zu den drei größten Herstellern der Welt aufsteigen.
Kommentieren

Nokia 8: Mit diesem Modell will der Konzern den Markt zurück erobern

Nokia 8: Mit diesem Modell will der Konzern den Markt zurück erobern

BerlinSmartphones mit dem Nokia-Logo sollen ein großes Comeback feiern. „Unser Ziel ist es, innerhalb der kommenden drei bis fünf Jahre wieder zu den Top-3 Smartphone-Herstellern zu gehören“, sagte der Chef des Namensrechte-Inhabers und Herstellers HMD Global, Florian Seiche, der Zeitung „Welt am Sonntag“. Derzeit belegen Samsung aus Südkorea, der US-Riese Apple und der chinesische Huawei-Konzern die ersten drei Ränge im Smartphone-Markt.

„Zusammen mit Foxconn und unserer Marke können wir das schaffen“, sagte der Deutsche. Mit dem Auftragsfertiger Foxconn, der auch zahlreiche Apple-Geräte produziert, ist HMD eine strategische Partnerschaft eingegangen. Nokia galt einst als Weltmarktführer bei Handys. Dem finnischen Unternehmen gelang jedoch nicht der Anschluss an den Smartphone-Markt, der maßgeblich von Apples iPhone eingeläutet wurde.

HMD produziert auch einfache und günstige Mobiltelefone für Länder mit geringer Kaufkraft. Dieses Geschäft sei profitabel, sagte Seiche. „Solange wir das Smartphone-Geschäft hochfahren, finanzieren diese Feature Phones einen Großteil unseres Geschäfts.“ Die günstigeren Handys seien zudem ein „Sprungbrett für den späteren Umstieg auf ein Nokia-Smartphone“.

Tablets und sogenannte Wearables wie Smartwatches will HMD zunächst nicht anbieten. „Wir konzentrieren uns erst einmal darauf, unsere Smartphone-Auswahl komplett zu bekommen und einiges an Zubehör anzubieten. Wenn wir in drei bis fünf Jahren zu den Top-Smartphone-Herstellern im Markt gehören wollen, müssen wir uns fokussieren“, sagte Seiche.

Das Nokia-Handy kommt zurück
Wieder da
1 von 15

Das Nokia Lumia 925 Smartphone trug den Markennamen noch: Damit machte Microsoft Schluss. Nun kehrt die Marke zurück. Nokia hat mit dem neu gegründeten Unternehmen HMD eine Lizenzvereinbarung getroffen. Für die kommenden zehn Jahre soll das Unternehmen Tablets und Mobiltelefone herstellen. Dafür ist es bereit, die Rechte von Microsoft zurückzukaufen.

Windows kauft Handy-Geschäft von Nokia
2 von 15

Microsoft hatte die Handysparte des finnischen Unternehmens 2014 für knapp 9,5 Milliarden Dollar gekauft und verzichtete auf die Marke Nokia. Ein Flop, wie sich später rausstellte: Der erhoffte Zuwachs im Smartphone-Markt blieb aus. Nokia selbst verschwand indes nicht, baute aber keine Handys mehr, sondern setzte auf Netzwerktechnik – zumindest bisher. Dabei hatte das finnische Unternehmen die Entwicklung der Mobiltelefonie geprägt.

Die ersten Mobiltelefone
3 von 15

„Connecting people“ lautete der Slogan von Nokia. Und in der Tat hat das Unternehmen in den vergangenen Jahrzehnten Millionen von Menschen verbunden – früher mit den ersten, koffergroßen Telefonen für unterwegs, zwischendurch mit Bestsellern wie dem 5110, später mit den Lumia-Smartphones.

Mobira Senator
4 von 15

1982 stellte Nokia sein erstes Mobiltelefon vor, das heute nicht besonders mobil wirkt: Das Modell Mobira Senator ließ sich mit einem Tragegriffs aus dem Auto heben. Zumindest wenn man kräftig zupackte, wog das Gerät doch knapp zehn Kilogramm. Nach wenigen Stunden musste es wieder aufgeladen werden. Damals war es indes eine Sensation.

Mobira Cityman
5 von 15

Nokia arbeitete daran, seine Telefone zu schrumpfen. Ende der 1980er Jahre brachte das Unternehmen den Mobira Cityman heraus – hier in einer Aufnahme von 2010 in der Hand des damaligen Nokia-Chefs Olli-Pekka Kallasvuo. Dieses 800 Gramm schwere und 10.000 D-Mark teure Gerät hatte nur noch die Ausmaße eines großen Telefonhörers. Berühmtheit erlangte es, als Michail Gorbatschow damit während eines Deutschland-Besuches 1989 in Moskau anrief und sein Büro über die Wiedervereinigungspläne informierte.

MikroMikko
6 von 15

Wenig bekannt: Nokia entwickelte bereits in den 1980er Jahren Computer, hier ein Gerät der vierten Generation. Anfang der 1990er Jahre verkaufte das Unternehmen die Sparte aber.

Nokia 1011
7 von 15

Mit der Zeit wurden die Mobiltelefone immer kompakter – so auch das Nokia 1011, das Ende 1992 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die Besonderheit: Es war das erste massentaugliche Gerät, das mit dem Mobilfunkstandard GSM lief. In den Speicher passten 99 Telefonnummern.

  • dpa
Startseite

Mehr zu: Smartphones - Nokia soll wieder an die Weltspitze

0 Kommentare zu "Smartphones: Nokia soll wieder an die Weltspitze"

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%