Smartphones: Nokia steigt mit dem Feind ins Bett

Smartphones
Nokia steigt mit dem Feind ins Bett

Nokia setzt in seinen neuen Billig-Smartphones auf Android – ausgerechnet jenes Betriebssystem, das den Konzern in so tiefe Probleme gestürzt hat. Doch nur so kann er mit der Konkurrenz mithalten.
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BarcelonaGeschäft und Gefühl passen nicht zusammen. Diese Sicht pflegen offenbar auch die kühlen Finnen an der Nokia-Spitze: Der traditionsreiche Handyhersteller, lange Zeit die Nummer 1, lässt seinen Stolz Stolz sein und baut künftig Smartphones mit Android vom Konkurrenten Google – jenem Betriebssystem, dessen rasante Verbreitung auf Geräten von Samsung, Sony oder LG ihn in die Krise stürzte. Entwickelt von Google, dem großen Rivalen des Partners Microsoft.

Das günstigste Gerät der Nokia-X-Familie koste vor Steuern Steuern 89 Euro, kündigte das Unternehmen am Montag auf dem Mobile World Congress in Barcelona an. Die anderen Modelle kosten 99 und 109 Euro. Nokia reagiert damit auf einen massiven Umbruch des Mobilfunkmarktes: Smartphones in den Schwellenländern boomen, sie sind für viele Menschen die erste und vorerst einzige Verbindung zum Internet. Die meisten können sich keine teuren Geräte leisten – und greifen deswegen zu billigen Modellen der Nokia-Konkurrenz.

Das will der frühere Weltmarktführer ändern. Das Unternehmen habe die Expertise, „die nächste Milliarde“ (Menschen) zu verbinden, sagte Microsoft-Manager Stephen Elop, der die Produkte vorstellte. Elop war ehemals Chef von Nokia, bis er im Zuge des Verkaufes der Handy-Sparte des Unternehmens zu Microsoft wechselte und dort nun der Geräte-Sparte vorsteht - und damit auch die Verantwortung für die bald ehemalige Nokia-Sparte hat. Im Frühjahr soll der Verkauf perfekt sein.

Ausgerechnet für diesen riesigen, unerschlossenen Markt hat Nokia nicht die richtigen Modelle. Die finnischen Produktionsexperten bauen konkurrenzfähige Einfachhandys – im vergangenen Jahr 200 Millionen Stück –, die aber immer mehr von den Smartphones verdrängt werden. Die Lumia-Smartphones wiederum kommen in der Fachwelt gut an, sind aber viel zu teuer. Dagegen haben die Einsteiger-Smartphones der Asha-Serie eine veraltete Software, die nicht mit Android konkurrieren kann.

Mit dem neuesten Gerät schließt Nokia nun die Lücke – und bedient sich bei der Konkurrenz. Das Unternehmen übernimmt Teile des offenen Betriebssystems Android, die jeder nutzen und weiterentwickeln darf, setzt aber eigene Anwendungen oben drauf. Die Benutzeroberfläche erinnert an die Kacheln von Windows Phone, Kartendienst und Musik stammen von Nokia, Microsoft steuert Skype und den Online-Speicher Onedrive bei. An Google erinnert nichts mehr. „Wir wollten ein Gerät bauen, dass eindeutig nach Nokia aussieht“, sagte Nokia-Vorstand Timo Toikannen im Gespräch mit Handelsblatt Online. Ähnlich verfährt der Online-Händler Amazon, der für seinen Tablet-Computer Kindle Fire ebenfalls eine Android-Version für seine eigenen Bedürfnisse anpasst.

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  • Dummheit gehoert eben bestraft und diese Bestrafung war mehr als deutlich!
    Das Engagement fuer Windows war die groesste Idiotie, die Nokia auch noch in einer fast aussichtslosen Situation machen konnte!
    Was Nokia kann, ist Hardware und die ist excellent, wieso dann Dinge von denen Nokia nun mal gar nichts versteht?
    Das eigene BS haette zurueckgefahren werden muessen, so schnell als nur moeglich zugunsten des marktfuehrenden BS Systems und dann waers immer nur nach Oben gegangen!
    So hat Nokia gleich zwei Fehler hintereinander begangen! Fast unverzeihlich!
    Nun sind sie auf dem richtigen Weg! Es geht kein Weg an der Marktfuehrerschaft vorbei, das hatte vor Jahren MS schon mal vorgemacht, nicht das Beste gewinnt den Markt, sondern der Marktfuehrer und bei Smartphone macht MS keinen Stich mehr, aus und vorbei! Schuster bleib bei deinen Leisten, das gilt auch fuer MS!

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