Snowden-Reporter
Glenn Greenwald verlässt den „Guardian“

Mit den Enthüllungen der NSA-Spähmethoden hat der „Guardian“-Reporter Glenn Greenwald die Welt in Empörung und die US-Regierung in Wut versetzt. Nun verlässt er die Zeitung und startet ein eigenes Nachrichten-Projekt.
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New YorkDer Enthüllungsjournalist Glenn Greenwald, der federführend über die Enthüllungen des Informanten Edward Snowden berichtete, verlässt die britische Zeitung „Guardian“.

Er habe eine Möglichkeit bekommen, von der „jeder Journalist träumt“, sagte Greenwald dem Online-Dienst „Buzzfeed“. Es gehe um eine neue Nachrichtenseite, auf der es Politik-, Sport- und Unterhaltungsnachrichten geben werde, sagte Greenwald, ohne weitere Details zu nennen. Die Publikation habe schon einige Leute eingestellt, „viel Investorengelder“ und werde schon bald offiziell angekündigt.

Greenwald hatte seit Juni für die Zeitung „The Guardian“ Enthüllungsgeschichten über den US-Geheimdienst NSA geschrieben, die weltweit Schlagzeilen gemacht hatten. Der ehemalige NSA-Mitarbeiter Edward Snowden hatte Greenwald als journalistischen Partner ausgesucht, weil er dessen frühere Arbeit kannte.

Er gab dem Reporter und der Filmemacherin Laura Poitras ein langes Interview in Hongkong, das den Skandal um die großflächige Internet-Überwachung durch amerikanische und britische Geheimdienste ins Rollen brachte. Die Debatte ist bis heute nicht abgeflacht. An ihrem Parteitag forderten die Grünen in Deutschland, dass mehr Aufklärung nötig sei.

Die Enthüllungen bildeten für die Zeitung „Guardian“ die Grundlage, die US-Version, die auschließlich im Internet erscheint, bekannt zu machen. Eine Sprecherin zeigte sich „enttäuscht“ über Greenwalds Abgang. Möglicherweise werden die nächsten Enthüllungen über die Spähaktionen also nicht mehr im „Guardian“ erscheinen. Greenwald hat immer betont, dass bloß er und Poitras Zugang zu den Dokumenten hätten.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Michaël Jarjour
Michaël Jarjour
Handelsblatt / Freier Journalist

Kommentare zu " Snowden-Reporter: Glenn Greenwald verlässt den „Guardian“"

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  • Schwätzer Greenwald hat viel angekündigt und wenig bis gar nichts Konkretes geliefert. Insofern erscheint sein Weggang jetzt eher wie eine Flucht....

  • SOLCHE Reporter brauchen wir !!
    Und einem Snowden hätte man pol. Asyl anbieten sollen.

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