Social-Media-Barometer
Drillisch dreht bei Dividende auf

Der Mobilfunkanbieter Drillisch legt gute Zahlen vor und erhöht die ohnehin starke Dividende. Damit steht das Unternehmen in der Branche nicht allein. Und sorgt für Gesprächsstoff im Netz.
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DüsseldorfMobilfunkanbietern scheint es in Deutschland nicht schlecht zu gehen. Diesen Rückschluss lässt zumindest der Blick auf aktuelle Zahlen der börsennotierten Konzerne zu. Gerade der Blick auf die Dividendenausschüttung sieht im Technologie-Index TecDax vor allem die Telekommunikationsbranche vorn. Namentlich sind das Freenet, Telefonica Deutschland – und Drillisch.

Der Mobilfunkanbieter, der ohne eigenes Netz auskommt und Kapazitäten der Betreiber vermarktet, hatte 2014 mehr Kunden, mehr Umsatz und mehr Gewinn zu verzeichnen. Erfolgsrezept sind über verschiedene Marken angebotene Tarife im Niedrigpreissegment. Im vierten Quartal 2014 stieg das operative Ergebnis (Ebitda) so um 10,3 Prozent auf 20,6 Millionen Euro.

Entscheidend für Anleger, und damit auch der entscheidend für ein Aktivitätsplus von 207 Prozent im Social Media Barometer des Handelsblatts, ist die Ankündigung, die Dividende von bisher 1,60 Euro auf 1,70 Euro pro Anteil zu erhöhen. Nicht nur Aktionäre diskutieren darüber in den sozialen Netzwerken, auch Branchendienste und Plattformen nehmen die Nachricht auf.

Der Mobilfunkanbieter gab gleichzeitig einen guten Ausblick – die Dividende soll mindestens stabil bleiben, im laufenden Jahr liege man im Rahmen der Erwartungen. Das würde bedeuten: bis zu 100 Millionen Euro Gewinn. Dazu trägt neuerdings auch ein Teil bei, den Drillisch Telefonica Deutschland abgeluchst hat. Für die Marke „Yourfone“ soll ein zweistelliger Millionenbetrag geflossen sein. Seit Jahreswechsel gehört die Sparte zu den Maintalern.

Drillisch peilt 2015 starkes Wachstum in Deutschland an. Wesentlichen Anteil an den Plänen haben die Kartellbehörden. Die stimmten 2014 der Übernahme des Netzbetreibers E-Plus durch Telefonica Deutschland und die Fusion mit der Mobilfunktochter O2 zu. Eine Auflage: Drillisch darf bis zu 30 Prozent der Netzkapazitäten und rund 600 Filialen übernehmen.

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