Social Networks
Burda soll Xing neuen Schwung geben

Der Burda Verlag beteiligt sich am Online-Netzwerk Xing. Für 48 Millionen Euro übernimmt das Unternehmen knapp ein Viertel der Anteile. Und Xing will nun ehrgeizige Pläne umsetzen.
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HB HAMBURG.

Das Online-Karrierenetzwerk Xing hat die Medienbranche gestern mit einem neuen Investor überrascht. Verleger Hubert Burda kauft Xing-Gründer Lars Hinrichs sein 25,1-prozentiges Aktienpaket ab. Burda lässt sich den Einstieg bei Deutschlands größtem Karrierenetz 48 Mio. Euro kosten.

Hinrichs begründete den Schritt gestern via Kurznachrichtendienst Twitter: „Wenn Du viele Möglichkeiten hast, höre auf Dein Herz und suche den Nutzen.“ Der Überraschungscoup des Medienunternehmers ist aus Sicht der Beteiligten eine gute Lösung. „Wir freuen uns sehr, dass wir nun Burda als Großaktionär haben“, sagte Xing-Vorstandschef Stefan Groß-Selbeck dem Handelsblatt. „Wir haben ehrgeizige Wachstumspläne, die Burda unterstützt.“ Vor allem dürfte Xing jetzt neue Mittel haben, den Angriff des US-Netzwerks Linked-In auf den deutschen Markt abzuwehren.

Der Kaufpreis je Aktie habe 36,50 Euro betragen, teilte Xing mit. Die Börse reagierte positiv auf den Einstieg des Münchener Medienkonzerns. Das Papier stieg um 4,8 Prozent auf 33 Euro. Gerüchte, Burda könne noch weitere Anteile übernehmen, feuerten den Kurs weiter an. Burda-Finanzvorstand Paul-Bernhard Kallen hatte bereits vor Monaten gesagt, dass für interessante Beteiligungen immer Geld da sei.

Burda baut Online-Imperium aus

Für Burda ist der Einstieg bei Xing ein weiterer Meilenstein beim Ausbau des digitalen Geschäfts. Der einstige Zeitschriftenhaus besitzt mittlerweile 41 Internetbeteiligungen, darunter Deutschlands größtes Reisebewertungsportal Holidaycheck und die Videoplattform Videoload. Zum Konzern gehört auch die börsennotierte Internetholding Tomorrow Focus.

Xing will mit dem Großaktionär Burda sein Wachstums beschleunigen. „Burda hat Reichweiten starke Plattformen, egal ob Print oder Online, die wir nutzen wollen“, sagte Groß-Selbeck. Das Karriereportal will künftig enger mit Burdas Zeitschriften („Focus“, „Bunte“, „Elle“) und Onlinefirmen zusammenarbeiten.

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