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22.04.2008 
Lizenzumsatz

Software AG enttäuscht Erwartungen

Die Software AG hat beim Lizenzumsatz zu Jahresbeginn die Erwartungen von Analysten verfehlt und die Anleger enttäuscht. Zudem macht der schwache Dollar dem Konzern zu schaffen.

HB FRANKFURT. Die für spätere Wartungs- und Serviceerlöse wichtige Kennzahl legte im ersten Quartal um 18 Prozent auf 55,4 Mill. Euro zu, wie das Darmstädter Unternehmen am Dienstag mitteilte. Branchenexperten hatten im Schnitt mit 64 Mill. Euro gerechnet. Die im Technologieindex TecDax notierte Aktie verlor vier Prozent auf 46,09 Euro.

Die Software AG habe im Geschäft mit Integrationssoftware in Europa und Asien nicht so viel umgesetzt wie erhofft, sagte Finanzvorstand Arnd Zinnhardt. Das mit dem Kauf von webMethods in den USA gestärkte Geschäft laufe in Deutschland erst langsam an. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das Thema Europa innerhalb dieses Jahres lösen werden", gab sich der Manager zuversichtlich. Als Ganzes sieht Zinnhardt das zweitgrößte deutsche Softwarehaus auf Kurs. Die schwächere Konjunktur schlage sich bislang nicht in der Nachfrage der Kunden nieder. Auf dem wichtigen US-Markt dürfte dies auch in den kommenden Monaten so bleiben, sagte Zinnhardt.

Der Umsatz der Software AG legte von Januar bis März um 28 Prozent auf 159,4 Mill. Euro zu. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg wie von Experten erwartet um 44 Prozent auf 36 Mill. Euro zu. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 22,5 Mill. Euro, gut 26 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Bei einigen Analysten kamen die Zahlen trotz der enttäuschenden Lizenzumsätze gut an. "Entscheidend ist, dass die Firma keinen Rückgang der IT-Ausgaben auf dem wichtigen US-Markt verzeichnet hat", schrieb DZ-Bank-Analyst Oliver Finger.

Schaden könnte der Software AG der schwache Dollar, der das Umsatzwachstum schon im ersten Quartal deutlich schmälerte. "Ich sehe den Dollar im Jahresverlauf eher schwächer als stärker, aber wir haben uns auf dieses Szenario eingestellt", sagte Zinnhardt. Die Software AG macht einen großen Teil des Umsatzes in den USA. Für das laufende Jahr geht das Unternehmen dennoch unverändert von einer Umsatzrendite vor Zinsen und Steuern von 24 Prozent aus - das wären zwei Prozentpunkte mehr als 2007. Der Umsatz soll währungsbereinigt um 24 bis 27 Prozent wachsen.

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