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Software AG zahlt keine Dividende

Voraussichtlich wird die Darmstädter Software AG auch für 2003 keine Dividende ausschütten.

HB DARMSTADT. „Das ist noch nicht entschieden, aber ich denke, das wird der Fall sein“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Streibich in einem Interview der „Börsen-Zeitung“ (Donnerstagausgabe) auf die Frage nach einem möglichen Ausfall einer Dividende. Bereits für das Geschäftsjahr 2002 waren die Aktionäre leer ausgegangen. Der zweitgrößte Softwarehersteller in Deutschland nach SAP hatte Anfang Dezember für 2003 aufgrund hoher Restrukturierungskosten einen Verlust nach Steuern angekündigt.

„Bei einer ordentlichen Unternehmensführung, wie ich sie verstehe, sollte die Dividende aus dem im Jahr erwirtschafteten Gewinn gezahlt werden, nicht aus der Substanz“, ergänzte Streibich. Nach dem Abschluss der Restrukturierung rechnet die Software AG nach seinen Worten 2004 mit einem Ende des drastischen Umsatzrückgangs bei dem Unternehmen. „Im neuen Jahr wird es für uns zunächst darum gehen, den Umsatzrückgang zu stoppen.“

Die Aktie der im TecDax notierten Software AG lag am Morgen kurz nach Handelsbeginn 0,3 Prozent im Minus bei 17,45 Euro.

Wie andere Software-Häuser hat die Software AG nach den durch die Euro-Umstellung und den Jahrtausend-Wechsel ausgelösten Boomjahren mit einer schwachen Nachfrage zu kämpfen, was in den vergangenen beiden Jahren zu einer massiven Kürzung der Belegschaft geführt hatte. Die Software AG hatte im Zuge der Neuausrichtung Entlassungen angekündigt, die größtenteils die Mitarbeiter in Deutschland treffen. Für die Neuausrichtung erwartet die Software AG Kosten von 13 bis 17 Millionen Euro.

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