Software-Konzern hat Frist zur Einreichung von Unterlagen eingehalten
Microsoft macht EU ein Angebot

Microsoft hat der Europäischen Kommission fristgerecht ein Angebot unterbreitet, in dem der Software-Konzern erklärt, wie er die gegen ihn verhängten Sanktionen umsetzen will.

HB REDMOND/BRÜSSEL. Der Sprecher von EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes sagte am Mittwoch, Microsoft sei der Aufforderung der Brüsseler Behörde nachgekommen. Die Frist lief am Dienstag um Mitternacht aus. "Wir haben eine Vielzahl von Dokumenten erhalten, die jetzt analysiert werden", sagte der Sprecher in Brüssel, ohne jedoch auf den Inhalt eingehen zu wollen.

Die Kommission wird nun in den kommenden Wochen prüfen, ob die Vorschläge von Microsoft ausreichend sind, die EU-Wettbewerbsbedenken zu beseitigen. Anderenfalls droht dem Konzern ein tägliches Bußgeld in Höhe von bis zu fünf Prozent des Weltumsatzes. Eine Entscheidung dazu wird frühestens Ende Juli möglich sein.

Nach Ansicht Brüssels hat der weltweit größte Softwarehersteller Microsoft auferlegte Sanktionen nicht ausreichend in die Tat umgesetzt. Deshalb hatte die Kommission Microsoft eine neue Frist gesetzt, um Vorschläge für einen Weg aus dem Dilemma zu machen.

Die Kommission der Europäischen Union wirft Microsoft vor, seine fast monopolartige Stellung bei Betriebssystemen auszunutzen, um Konkurrenten in anderen Produktbereichen aus dem Markt zu drängen. Microsoft musste unter anderem eine Strafe von knapp 500 Millionen Euro bezahlen, eine um Multimedia-Funktionen abgespeckte Version seines Betriebssystems Windows anbieten und Informationen über seine Produkte der Konkurrenz zugänglich machen.

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