Software und Xbox gehen gut
Microsoft sahnt kräftig ab

Der Softwarekonzern und Konsolenhersteller Microsoft hat seinen Gewinn im ersten Quartal annähernd verdoppeln können.

HB SEATTLE. Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft hat in seinem dritten Geschäftsquartal dank stärkerer Nachfrage nach PCs, Server-Software und der Spielekonsole Xbox Gewinn und Umsatz gesteigert. Fürs laufende Quartal legte das Unternehmen einen Umsatzausblick vor, der die Investoren offenbar ermutigte. Daraufhin drehte die Microsoft-Aktie im nachbörslichen Handel ins Plus.

Der Riese am Redmond teilte am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit, dass er von Januar bis März einen Nettogewinn von 2,56 Mrd. Dollar erzielt hat. Im Vorjahreszeitraum waren es lediglich 1,32 Mrd. Dollar gewesen. Je Aktie habe der Überschuss 23 Cent; in den ersten drei Monaten des Vorjahres waren es 12 Cent. Der Umsatz sei auf 9,6 Mrd. Dollar gestiegen im Vergleich zu 9,18 Mrd. Dollar im ersten Quartal 2004.

Die Erwartungen der Analysten konnte Microsoft allerdings nicht erfüllen. Sie hatten im Schnitt mit mit einem Gewinn je Aktie von 28 Cent und einem Umsatz von 9,8 Mrd. Dollar gerechnet.

Die Microsoft-Aktie stieg im nachbörslichen Handel auf 24,70 Dollar nach 24,45 Dollar zu Börsenschluss an der Wall Street in New York. Zunächst hatte sie um rund ein Prozent nachgegeben. Die Anleger honorierten jedoch Händlern zufolge, dass Microsoft im vierten Quartal mit einem Umsatz von 10,1 bis 10,2 Milliarden Dollar rechnet. Die bisherigen Analystenerwartungen liegen jeweils am unteren Ende dieser Spannen. Dies gilt auch für den Ausblick für das Geschäftsjahr 2006, in dem Microsoft einen Umsatz von 43,3 Milliarden bis 44,1 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 1,26 bis 1,30 Dollar je Aktie erwartet.

In den Einzelsparten ging nur beim Internet-Dienst MSN der Umsatz zurück, und zwar um 4,6 Prozent. Die für das Betriebssystem Windows zuständige Sparte stieg um etwas mehr als zwei Prozent und die Office-Sparte um 2,5 Prozent, während der Server-Bereich um 11,6 Prozent und die Sparte für die Spielkonsole Xbox fast um zwölf Prozent zulegten.

Eine neue Version der Xbox will Microsoft am 12. Mai auf dem Musiksender MTV vorstellen, die nächste Version von Windows - „Longhorn“ genannt - ist für 2006 geplant. Ein Microsoft-Sprecher verwies auf eine „starke Produkt-Pipeline“, die zukünftige Verkäufe antreiben werde.

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