Softwareanbieter
Datev profitiert von „Arbeitsmarktkonjunktur“

2013 hat der Softwareanbieter Datev erstmals 800 Millionen Euro Umsatz gemacht – und verbucht das stärkste Wachstum seit 20 Jahren. Datev-Chef Kempf kündigt weitere Erfolgsmeldungen für das laufende Jahr an.
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NürnbergDer IT-Dienstleister Datev hat erstmals mehr als 800 Millionen Euro Umsatz gemacht. Damit stiegen die Erlöse 2013 im Vergleich zum Vorjahr nach den vorläufigen Zahlen um 5,7 Prozent auf 803 Millionen Euro. Dies sei das stärkste absolute Jahreswachstum seit 1993, sagte Vorstandschef Dieter Kempf am Donnerstag in Nürnberg. „Wir haben wirtschaftlich ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr hinter uns. Datev wächst deutlich stärker als der IT-Markt.“ Die Branche habe nur um zwei Prozent zugelegt. Das Betriebsergebnis nahm um 5,2 Millionen auf etwa 51 Millionen Euro zu.

Auch für das neue Geschäftsjahr sei er sehr zuversichtlich, sagte Kempf. „Beim Umsatzwachstum werden wir eine fünf wahrscheinlich nicht vor dem Komma haben, aber alles andere als eine vier wäre eine Enttäuschung.“

Das Softwarehaus Datev ist ein Dienstleister für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und vor allem Rechtsanwälte sowie deren Mandanten. Mit Datev-Programmen werden jeden Monat mehr als elf Millionen Lohn- und Gehaltsabrechnungen für Arbeitnehmer in Deutschland erstellt. Diese Zahl stieg im Schnitt um 271.000. „Da sind wir im Wind gesegelt mit einer guten Arbeitsmarktkonjunktur“, sagte Kempf.

Probleme gab es im vergangenen Herbst mit der Einführung einer neuen Software, bei der mehrmals Nachbesserungen nötig waren. „Da gab es Installationsprobleme, die zu Kanzleistillständen geführt haben“, berichtete der Datev-Chef. Die Schadenersätze seien jedoch großteils durch Versicherungen gedeckt. Ein „niedriger sechsstelliger Betrag“ bleibe als Eigenbeteiligung für die Datev.

Die Zahl der Mitarbeiter stieg im vergangenen Jahr um drei Prozent auf 6606. Auch die Zahl der Mitglieder der Genossenschaft für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte nahm leicht auf 40.274 zu.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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