Softwarebranche
Intershop macht ein bisschen Gewinn

Der Jenaer Software-Anbieter Intershop hat erstmals seit etwa eineinhalb Jahren in einem Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der Ebit-Überschuss des einstigen Börsenlieblings von Juli bis September fällt jedoch so bescheiden aus, dass die Verluste aus den ersten beiden Quartalen auf Jahressicht kaum ausgeglichen werden können.

HB JENA. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) betrug 600 000 Euro, wie der Vorstand am Donnerstag mitteilte. Grund dafür seien gesunkene Kosten durch die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen gewesen. Insgesamt verbuchte das auf Programme für den Internet-Handel spezialisierte Unternehmen nach neun Monaten einen Nettoverlust von 2,5 Millionen Euro.

Der Umsatz sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 58 Prozent auf 22,5 Millionen Euro gestiegen, hieß es weiter. Damit sei bereits Ende September der Vorjahresumsatz von 19,8 Millionen Euro übertroffen worden. Die frei verfügbaren liquiden Mittel hätten sich von 2,7 Millionen Euro per 30. Juni 2007 auf 5,2 Millionen Euro per 30. September 2007 erhöht. Inklusive der liquiden Mittel mit Verfügungsbeschränkung habe man zu diesem Zeitpunkt 9,0 Millionen Euro zur Verfügung gehabt.

Intershop geht davon aus, auch im vierten Quartal 2007 schwarze Zahlen zu schreiben. Der neue Vorstandschef des Unternehmens, Andreas Riedel, sagte, die Kosten bewegten sich inzwischen in einem akzeptablen Rahmen. Riedel hatte den Posten erst vor wenigen Tagen von Interims-Chef Friedhelm Bischof übernommen.

Seit der Gründung vor 15 Jahren hat Intershop noch keinen Gewinn erwirtschaftet. Der neue Vorstandschef hatte sich jedoch verhalten optimistisch gezeigt, im Jahr 2008 erstmals in der Unternehmensgeschichte einen Gewinn einfahren zu können.

An der Börse wurden die Nachrichten aus Jena mit Wohlwollen aufgenommen. Die Intershop-Aktie stieg im Mittagshandel um 2,13 Prozent auf 3,83 Euro.

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