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Softwaregigant: Microsoft richtet sich auf lange Rezession ein

Microsoft-Chef Steve Ballmer hat am Dienstagnachmittag spannende Äußerungen getätigt: Zum einen richtet sich der Softwareriese auf andauernd schlechte Zeiten ein. Zum anderen hat Microsoft dem Suchmaschinenbetreiber Yahoo erneut Avancen gemacht. Die Unternehmen sollten sich zusammentun, um den Internetgiganten Google anzugreifen.

Microsoft bändelt wieder mit Yahoo an. Quelle: dpa
Microsoft bändelt wieder mit Yahoo an. Quelle: dpa

DÜSSELDORF. Die aktuelle Wirtschaftskrise wird Microsoft voraussichtlich noch über Jahre beeinträchtigen. Das sagte Microsoft-CEO Steve Ballmer am Mittwoch in New York vor Finanzanalysten. „Der Markt für eine relativ lange Zeit recht schwach bleiben“, sagte Ballmer. Konkret könne das aber derzeit niemand seriös vorhersagen.

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Gleichzeitig erwartet er zunehmenden Wettbewerb durch Apple und Google im PC-Geschäft, unter anderem durch Netbooks – kleine Laptops – mit dem „Google“-Betriebssystem „Android“. Im verlustreichen Internet-Geschäft sucht Ballmer weiter das Gespräch mit Yahoo.

Trotz absolut ungenügender Marktanteile will Ballmer an seiner Web-Suchmaschine Live Search festhalten. „Ich werde oft gefragt, warum wir nicht einfach aufgeben“, erklärte er mit Blick auf die erdrückende Übermacht von Google. Der Grund sei einfach, so Ballmer: „Wer einmal draußen ist, kommt nie wieder rein.“ Und das Anzeigengeschäft mit Suchmaschinen sei und bleibe auch in Zukunft generell sehr profitabel.

Ballmer kündigte noch für dieses Frühjahr „wichtige Neuerungen“ an“, allerdings will er bei Investitionen vorsichtig sein. „Ich will nicht der Jerry Yang der Suchmaschinen werden“, sagte Ballmer mit einem Seitenhieb auf den Mitgründer und zurückgetretenen CEO von Yahoo. „Ich werde nicht ewig investieren, ohne Erfolg zu sehen.“ Microsoft Online-Services, darunter auch die Web-Suchmaschine, hat alleine im ersten Halbjahr des Finanzjahres ein Nettominus von 950 Mio. Dollar verursacht.

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