Softwarehersteller
Microsoft trumpft auf – und sorgt für eine Rally

Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft hat alle Erwartungen übertroffen und einen Gewinn von rund 3,6 Milliarden Dollar eingefahren. Analysten und Anleger sind unisono begeistert. Die Aktie liegt im US-Handel zeitweise mehr als acht Prozent im Plus.

HB REDMOND. Der Branchenprimus ist zurück. Und das, obwohl der Umsatz von Microsoft für das Ende September abgeschlossene erste Geschäftsquartal 2009/2010 um 14 Prozent auf 12,9 Mrd. Dollar zurückgegangen ist. Dafür aber hat der Softwareriese im letzten Quartal vor dem gerade gestarteten Windows Vista-Nachfolger einen Gewinn von 3,6 Mrd. Dollar erzielt - und damit die Erwartungen der Analysten weit übertroffen.

Konsequenz: Zwischenzeitlich lag die Aktie von Microsoft fast neun Prozent im Plus. Zu Handelsbeginn sprang der Kurs um zehn Prozent auf 29,25 Dollar in die Höhe. "Die Händler gehen wie verrückt in Technologie-Werte", schreibt etwa der Technologie-Analyst Joe Weisenthal vom Anleger-Blog Business Insider. "Wann hatten wir einen Tag wie heute, an dem der Kurs von Microsoft um zehn Prozent hochgegangen ist?" Das, so Weisenthal , sei ein riesiger Schritt für Microsoft. Auch wenn es in den USA noch früh am Tag ist, prophezeit Weißenthal dem Aktienhandel eine Käuferstimmung - zumindest, wenn es um Technologiewerte geht.

"Wir sind sehr erfreut über unsere Leistung in diesem Quartal", sagt Microsoft-Finanzvorstand Chris Liddell in einem Statement. Ganz besonders zufrieden zeigt sich Liddell über die ersten positiven Kundenreaktionen auf Windows 7. Weiter hebt er hervor, dass "wir unsere Kostendisziplin strikt eingehalten haben". Dies habe Mircrosoft dazu befähigt, sich im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld zu behaupten.

Ein Grund für die rückläufigen Zahlen neben der Wirtschaftskrise: Vor dem Marktstart von Windows 7 hatten viele Kunden mit dem Kauf neuer Software gewartet. Das macht sich in den Verkaufszahlen von Windows deutlich bemerkbar, die um 39 Prozent rückläufig gewesen sind. Schon erzielte Umsätze für Upgrades von früheren Versionen werden zudem erst später gebucht.

Dass Microsoft nun trotzdem mit einem so guten Gewinn dasteht, dürfte wohl vor allem am rigiden Sparkurs des Unternehmens liegen. Microsoft-Chef Steve Ballmer hat gegenüber dem Vorjahresquartal die Kosten um 750 Mio. Dollar heruntergefahren. Erstmals in seiner Geschichte hatte das Unternehmen Stellen gestrichen. Und der Konzern will weiter Disziplin halten. Microsoft kündigte für das laufende Geschäftsjahr weniger Ausgaben als bisher geplant an.

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