Softwarekonzern
SAP bekräftigt Ziele trotz Börsenturbulenzen

Von einer möglichen Wirtschaftskrise spürt der Software-Riese SAP nichts. Die Auftragsbücher bei den Kunden und beim Konzern seien voll, sagt Vorstandschef Snabe. An seinen Wachstumszielen für 2011 hält der Konzern fest.
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FrankfurtDie Talfahrt an den Aktienbörsen wirkt sich bislang nicht auf das Geschäft des Walldorfer Softwarekonzerns SAP aus. „Was ich im Radio höre, passt so gar nicht zusammen mit unseren realen Erfahrungen“, sagte SAP-Co-Chef Jim Hagemann Snabe laut Vorabbericht der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Draußen bei unseren Kunden sieht es nach wie vor gut aus. Es ist viel Schwung in den Unternehmen.“ Die Auftragsbücher seien voll, von einer Krise sei nichts zu spüren. Snabe geht daher nach eigenen Worten nicht davon aus, dass der Aufschwung vorbei ist.

Einen Grund, die Gewinnprognose infrage zu stellen oder gar zu senken, sehe er nicht: „Wir werden weiter wachsen. Wir wollen am oberen Ende unserer Jahresprognose landen, darauf deuten alle Zahlen hin“, sagte er. Der Weltmarktführer bei Firmen-Software strebt für 2011 ein um Währungseffekte bereinigtes Betriebsergebnis von 4,45 bis 4,65 Milliarden Euro an, nach vier Milliarden 2010.

Die Angst vor einem weltweiten Wirtschaftsabschwung angesichts der hohen Verschuldung vieler Staaten sorgt seit Tagen für Turbulenzen an den Finanzmärkten. Der Dax hatte am Freitag 2,2 Prozent tiefer bei 5480 Zählern geschlossen. Zeitweise rutschte der deutsche Leitindex bis zu 4,6 Prozent auf 5345,36 Punkte ab, dem tiefsten Stand seit November 2009. Der August entwickelt sich für den Dax zu einem der schwärzesten Monate seiner Geschichte. Seit Anfang August büßte der Aktienindex gut 23 Prozent ein. Das ist der zweitschlechteste Monatsverlauf und der bisher schlechteste August seit Einführung des Börsenbarometers 1988.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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