Softwarekonzern
SAP plant Börsengang in China

Der Softwarekonzern SAP spielt derzeit mit dem Gedanken an einen Börsengang in China. Bevor die Pläne konkreter werden, will das Unternehmen aber noch die entsprechenden Rahmenbedingungen abwarten.
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StuttgartDer Softwarekonzern SAP peilt einen Börsengang in China an. "Wir haben klares Interesse an einem Listing in China", sagte Finanzvorstand Werner Brandt in einem am Freitag vorab veröffentlichten Interview mit der "Börsen-Zeitung". SAP werde dies näher in Betracht ziehen, wenn die Rahmenbedingungen für eine Börsennotierung von internationalen Unternehmen geklärt seien.

Eine Börse für ausländische Firmen ist seit 2009 in Schanghai geplant. Die Pläne wurden wegen der Euro-Schuldenkrise, die die Investoren vorsichtig macht, auf Eis gelegt. China hatte in diesem Jahr mit einer Reform die Bedingungen für Börsengänge verbessert.

SAP wächst in China rasant mit einem Umsatzanstieg von 40 Prozent im dritten Quartal. Bis 2015 plant Brandt dort Investitionen von zwei Milliarden Dollar. China ist für SAP schon jetzt der sechstgrößte Markt. Auf mittlere Sicht wollen die Walldorfer den Umsatz dort auf eine Milliarden Euro steigern.

Wie die Zeitung weiter berichtete, wird Brandt Mitte 2014 aus dem SAP-Vorstand ausscheiden. Seine Nachfolge sei noch offen.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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