Softwarekonzern
SAP traut sich wieder Rekordjahr zu

SAP befreit sich offenbar langsam aus den Wirrungen der vergangenen Monate. Der Softwareriese traut sich wieder ein Rekordjahr zu. Die Prognosen stehen.
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StuttgartDer Softwarehersteller SAP traut sich 2011 erneut einen Verkaufsrekord zu. Bis zum Jahresende würden die Software- und Service-Erlöse bei konstanten Wechselkursen voraussichtlich um zwölf bis 14 Prozent über der bisherigen Bestmarke von 9,87 Milliarden Euro des Jahres 2010 steigen, bekräftigte das Unternehmen seine bisherige Prognose.

Damit würde der Walldorfer Konzern bei seiner wichtigsten Wachstumskennzahl erstmals die Schwelle von zehn Milliarden Euro deutlich überspringen. Die Unternehmen investierten weiterhin in neue Software, untermauerte SAP seine Geschäftserwartungen.

„Unsere starke Performance und unsere Marktanteilsgewinne zeigen klar, dass unsere kundenorientierte Strategie aufgeht“, zog Co-Vorstandschef Jim Hagemann Snabe Bilanz unter die ersten neun Monate dieses Jahres. Das vierte Quartal ist gewöhnlich in der Software-Industrie das umsatz- und gewinnträchtigste. Per Ende September kletterte der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn von SAP um ein Viertel auf 2,9 Milliarden Euro. SAP hatte bereits zur Monatsmitte seine vorläufigen Geschäftszahlen für die Monate Juli bis September vorgelegt und bestätigte diese nun.

Den Überschuss konnte der Softwarehersteller im dritten Quartal sogar mehr als verdoppeln. Dank der Auflösung von Rückstellungen erhöhte sich der Gewinn nach Steuern im Vergleich zum Vorjahresquartal von 501 Millionen Euro auf 1,25 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. SAP hatte nach der drastischen Senkung der Schadensersatzzahlung an den Konkurrenten Oracle wegen Datendiebstahls durch ein kalifornisches Gericht die Rückstellungen dafür um 732 Millionen Euro verringert.

SAP bestätigte die bereits vor zwei Wochen bekanntgegebenen sonstigen Quartalszahlen sowie den Ausblick. Die Walldorfer erwarten für 2011 ein Umsatzplus mit Software und software-bezogenen Dienstleistungen am oberen Ende der Spanne zwischen 10 und 14 Prozent. Das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis sieht SAP am oberen Ende der Spanne zwischen 4,45 und 4,65 Milliarden Euro.

Wegen des hohen Barmittelzuflusses aus dem operativen Geschäft erwägen die Walldorfer eigene Aktien zurückzukaufen.

rtr/dpa

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