Softwareriese will so die Zahl der Raubkopien senken
Microsoft senkt Preise

Mehr als jeder Zweite benutzt Microsoft Office ohne Lizenz. Nun hofft der Sofrware-Riese, Nutzer von Raubkopien in Deutschland mit niedrigeren Preisen zum Umstieg auf legal gekaufte Programme bewegen zu können. Außerdem rief Microsoft einen „Anti-Piraterie-Tag“ aus.

Der Preis gelte allgemein als ein Hauptargument für die Nutzung von nicht lizenzierter Software, betonte Microsoft Deutschland am Dienstag. Inzwischen gebe es jedoch die „Home & Student“-Edition des Office-Pakets hierzulande bereits für unter 80 Euro. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 139 Euro. „Die derzeitige Preisentwicklung bei unserer „Office Home & Student“-Edition nimmt Raubkopierern, die Office privat nutzen, den Wind aus den Segeln“, meinte Achim Berg, Geschäftsführer von Microsoft Deutschland.

Nach einer von Microsoft in Auftrag gegebenen aktuellen Studie der Marktforschung techconsult nutzen 64 Prozent der unter 35-Jährigen in Deutschland eine unlizenzierte Version von Microsofts Office-Programm. Zu den wichtigsten Beweggründen gehöre, Daten kompatibel mit anderen Microsoft-Office-Nutzern austauschen zu können und Geld zu sparen. Für 89 Prozent der Befragten wäre eine „signifikante Preissenkung“ die erfolgreichste Maßnahme, um Nutzer zum Kauf der Software zu bewegen. „Wir gehen davon aus, dass nun verstärkt illegale Versionen durch legale ersetzt werden“, sagte Berg. Weitere deutliche Preissenkungen plant das Unternehmen derzeit allerdings nicht.

In Redmond rief Microsoft außerdem den weltweiten Anti-Piraterie-Tag aus. Mit der Initiative will der Softwarekonzern gemeinsam mit Regierung und Strafverfolgungsbehörden eine aufklärende Initiative gegen Software-Piraterie starten. Der Handel mit illegaler Software sei ein globales Geschäft, das negative Auswirkungen sowohl auf die Wirtschaft, auf Unternehmen und auf die Verbraucher habe, sagte Microsoft-Manager David Finn.

Anders als in vielen anderen Ländern gibt es der Studie zufolge in Deutschland jedoch keinen Schwarzmarkt für illegale Software. In der Regel würden Nutzer hierzulande entsprechende Kopien von Freunden oder über das Internet beziehen. Mehr als 50 Prozent der Nutzer von Microsoft Office verwendeten derzeit eine nicht lizenzierte Kopie der Software auf ihrem PC. Für die Studie wurden insgesamt 500 Besitzer mindestens eines Computers befragt. Die Erhebung sei damit zwar nicht repräsentativ, aber man könne zumindest einen deutlichen Trend ablesen, sagte Microsoft-Sprecher Heiko Elmsheuser.

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