Softwareunternehmen
EU bremst Oracle bei Sun-Übernahme

Oracle droht Widerstand beim geplanten Kauf des Rivalen Sun. Einem Pressebericht zufolge könnte die Wettbewerbshüter in den nächsten Tagen offiziell ihre Bedenken darlegen und damit die 7,4 Milliarden Dollar schwere Übernahme verzögern.
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HB LONDON. Bei der Sun-Übernahme hat sich Oracle-Chef Larry Ellison weit aus dem Fenster gelehnt: Am Ende werde der Kauf wie bereits in den USA geschehen ohne Bedingungen genehmigt werden, hatte Ellison kühn behauptet. Doch so einfach wird es nun nicht.

Oracle sei bislang nicht zu Zugeständnissen bereit gewesen, schreibt die Financial Times. Daher könnte die EU-Kommission bereits in den nächsten Tagen ihre Bedenken vortragen und damit einen ersten Schritt unternehmen unternehmen, um die Übernahme zu blockieren.

Nach Einschätzung einiger Beobachter habe Oracle nichts zu verlieren und könne in Ruhe abwarten, was die europäischen Wettbewerbshüter genau beanstanden, so das Blatt. Dann könnte Oracle der Behörde immer noch entgegenkommen oder eine juristische Auseinandersetzung einleiten.

Doch Oracle dürfte an einer schnellen Entscheidung interessiert sein. Jeder Monat, den die EU-Kommission zur Prüfung brauche, koste Sun rund 100 Mio. Dollar, hatte Ellison vor einigen Wochen gesagt.

Die europäischen Wettbewerbshüter hatten schon einmal im Jahr 2001 den Zusammenschluss zweier großer US-Unternehmen gestoppt und damit in den Vereinigten Staaten für Verstimmung gesorgt. Seither versuchen die Kartellwächter beiderseits des Atlantiks, eine einheitliche Linie zu finden. Für die Sun-Transaktion liegt die Zustimmung der US-Behörde bereits vor.

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