Solarbranche
Q-Cells übertrifft Erwartungen

Besser als gedacht präsentiert sich der Solarzellenhersteller Q-Cells. Sowohl bei Umsatz als auch beim Gewinn legte das Unternehmen leicht zu. Nur in die Zukunft sieht Q-Cells nicht mehr gar so optimistisch.

HB DÜSSELDORF. Der Solarzellenhersteller Q-Cells hat 2008 seine reduzierten Jahresziele leicht übertroffen. Wie der Konzern aus Sachsen-Anhalt mitteilte, stieg der Umsatz um 46 Prozent auf 1,251 Mrd. Euro. Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) erhöhte sich auf 205,1 Mio. Euro nach 197 Mio. Euro im Jahr zuvor. Netto verdiente die Firma aus Bitterfeld im abgelaufenen Geschäftsjahr 190,5 Mio. Euro, ein Plus von 28 Prozent. Damit übertraf Q-Cells nicht nur die eigenen Erwartungen sondern auch die der Analysten leicht.

Für das laufende Jahr ist der Vorstand skeptischer als bisher und reduzierte sein Umsatzziel auf 1,7 bis 2,1 Mrd. Euro von zuletzt 1,75 bis 2,25 Mrd. Euro. Das Produktionsvolumen solle 2009 unverändert auf eine Spitzenleistung von 800 Megawatt (MW) bis zu einem Gigawattpeak steigen nach 570,4 MW 2008.

Im Dezember hatte Q-Cells seine Prognosen für 2008 und 2009 reduziert, da eine Reihe von Kunden die Abnahme vereinbarter Mengen verschoben hatten.

Außerdem erweitert Q-Cells seinen Vorstand um einen fünften Posten. Neu geschaffen wird ein Amt für „Sales & Systems“, wie die Gesellschaft am Dienstag mitteilte. Den Posten übernimmt am 1. April der frühere McKinsey-Mitarbeiter Marko Schulz. Der 44-Jährige ist seit Juli 2007 als Geschäftsführer von Q-Cells International tätig.

Bei der Unternehmensberatung McKinsey habe Schulz zuvor 13 Jahre Projekte unter anderem im Energie- und öffentlichen Sektor federführend begleitet, hieß es. Mit der Erweiterung des Vorstandes will sich Q-Cells nach eigenen Angaben für die weitere Globalisierung und Ausdifferenzierung des Photovoltaikmarktes rüsten.

Die Bilanz von Q-Cells hat die Prognosen der Analysten getroffen und ist somit aus Sicht eines Händlers „leicht positiv“ zu werten. Das könnte moderat positiv auf den Kurs wirken, nachdem die jüngste Warnung der Renewable Energy Corporation (REC), an der Q-Cells mit gut 17 Prozent beteiligt ist, und auch der Kursrutsch der Q-Cells Aktie auf ein Rekordtief bei 13,27 Euro schlechteres hätten erwarten lassen.

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