Sonderbelastungen fallen höher aus
Nortels Streichpläne fallen geringer aus

Im Rahmen der Pläne zur Kostenreduzierung wird der kanadische Telekommunikationsausrüster nun weniger Stellen abbauen, als zunächst angekündigt. Dagegen fallen die Sonderbelastungen höher aus.

HB OTTAWA. Nordamerikas größter Telekommunikationsausrüster Nortel Networks will als Teil eines Programms zur Kostenreduzierung weniger Stellen streichen als zunächst angekündigt.

Durch die Entlassung von 3250 Mitarbeitern und Einsparungen bei Immobilien würden 2005 vermutlich 500 Mill. $ gespart, teilte die kanadische Firma am Donnerstag mit. Im Plan sei die Aufgabe von Immobilien im Umfang von 186 000 Quadratmetern vorgesehen. Das Sparpaket werde zu Sonderbelastungen von 450 Mill. Dollar führen, davon fallen 220 Mill. Dollar für den Personalabbau an. 35 % der Kosten würden noch 2004 vebrucht, der Rest 2005. Bislang waren 3500 Entlassungen sowie Belastungen zwischen 300 Mill. und 400 Mill. Dollar erwartet worden.

Geplant seien unter anderem 1400 Entlassungen in den USA, 950 in Kanada und 650 in Europa, Nahost und Afrika, teilte die Firma mit Sitz in Brampton in der Provinz Ontario mit. Nortel hat in den vergangenen drei Jahren etwa zwei Drittel seiner Mitarbeiter entlassen. Der Konzern überarbeitet seit Monaten Bilanzen der vergangenen Jahre, bei denen Unregelmäßigkeiten festgestellt worden waren. Diese hatten zu Klagen sowie Untersuchungen der Staatsanwaltschaft und der Aufsichtsbehörden geführt. Nortel prüft seine Bücher wegen überhöhter Rückstellungen rückwirkend bis zum Jahr 2000 und hat deshalb im Frühjahr mehrere Topmanager entlassen, darunter den Vorstandschef.

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