Sonderzahlung an Mitarbeiter
Samsung-Gewinn geht erstmals wieder zurück

Die Nachfrage nach Smartphones geht leicht zurück und beschert Samsung eine schlechtere Quartalsbilanz. Außerdem zahlt der Elektronikriese seinen Mitarbeitern einen Bonus. Die Investoren reagieren gelassen.
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SeoulDie fast zweijährige Serie mit immer neuen Rekordergebnissen von Samsung ist gerissen. Nachdem der Betriebsgewinn bereits im Schlussquartal 2013 gegenüber den drei Monaten zuvor um 18 Prozent gesunken ist, rechnet der Smartphone-König auch zu Jahresbeginn 2014 mit keiner Verbesserung. Es werde schwierig, das Ergebnis im ersten Quartal zu steigern, teilten die Südkoreaner am Freitag mit. Dies hänge unter anderem mit der schwächelnden Nachfrage nach Displays zusammen.

Im Gegensatz zum größten Konkurrenten Apple ist Samsung auf sehr vielen Märkten vertreten und stellt neben Galaxy-Smartphones und -Tablets Halbleiter, Fernseher, Kameras, Computer und eine ganze Palette von Haushaltsgeräten wie Kühlschränke und Waschmaschinen her. Überraschend gut lief im Weihnachtsgeschäft nur der Verkauf von TV-Geräten. In allen anderen Sparten brach der Betriebsgewinn ein.

Das Wohl und Wehe von Samsung hängt aber vom Erfolg seiner Smartphones und Tablets ab. Im Vergleich zum Vorquartal ging der operative Gewinn hier zu Jahresende ebenfalls um 18 Prozent auf umgerechnet 3,74 Milliarden Euro zurück. Auch in Zukunft dürfte es nicht leichter werden: Der Markt für die Alleskönner-Handys nähert sich der Sättigung und Apple macht wieder mehr Druck. So verkaufen die Amerikaner seit vergangener Woche ihre iPhones auch beim weltgrößten Mobilfunk-Anbieter China Mobile. Zudem wird damit gerechnet, dass Apple bald Geräte mit größeren Bildschirmen auf den Markt bringt - gerade damit ist Samsung bekanntgeworden.

Besonders stark fiel das Minus in der Display-Sparte aus, in der der Betriebsgewinn um 90 Prozent einbrach. Dies hing auch mit dem Absatzminus des Smartphones Galaxy S4 zusammen. Deswegen blieben viele Bildschirme in den Lagern hängen.

Der Gesamtkonzern kam im vierten Quartal auf einen Betriebsgewinn von umgerechnet 5,7 Milliarden Euro. Negativ zu Buche schlugen Mitarbeiter-Boni mit 550 Millionen Euro sowie die stärkere Landeswährung Won mit 480 Millionen Euro.

Die Koreaner kündigten an, die Jahresdividende auf 1,5 Milliarden Euro verdoppeln zu wollen. "Samsung steht unter steigendem Druck, seinen Investoren mehr zurückzugeben", sagte Fondsmanager Park Jung Hoon von HDC Asset Management. Bisher waren die Asiaten hier sehr zurückhaltend, da sie zunächst Rücklagen für künftiges Wachstum bilden wollten. Nun sitzt der Smartphone-, Fernseher- und Speicherchip-Marktführer aber auf einem Berg von rund 37 Milliarden Euro Bargeld.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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