Sony BMG
Staatsanwalt greift erneut Musikverlage an

Der New Yorker Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer ermittelt wegen möglicher Preisabsprachen unter Musikverlagen auch bei Sony BMG, der gemeinsamen Tochter des deutschen Medienkonzerns Bertelsmann und des japanischen Mischkonzerns Sony.

NEW YORK. Hintergrund ist ein seit Monaten schwelender Streit zwischen großen Musikverlagen und Anbietern von Musik zum Herunterladen im Internet. Unternehmen wie der Computerkonzern Apple bieten Lieder per Internet-Abruf für 99 US-Cents. Die Musikverlage drängen auf höhere Preise, wofür Apple-Chef Steve Jobs die Branche als „gierig“ beschimpfte.

Der US-Zeitung „Wall Street Journal“ (WSJ) bestätigte ein Sprecher von Sony BMG den Erhalt einer Vorladung Spitzers. Man werde „der Vorladung folgen und voll kooperieren“, sagte der Sprecher.

Auch der US-Musikverlag Warner Music bestätigte den Erhalt einer Vorladung von Spitzer, ebenso wie ein Sprecher des zum französischen Mischkonzern Vivendi Universal gehörenden Universal Music Group. Ob weitere Branchengrößen wie die britische Emi Group betroffen sind, stand am Montag nicht fest.

Erst vor wenigen Wochen hatte Sony BMG zehn Mill. Dollar Strafe gezahlt und sich für „falsches Verhalten“ entschuldigt, nachdem Staatsanwalt Spitzer unsaubere Geschäfte zwischen Musikverlagen und US-Radiosendern aufgedeckt hatte. Bei den Ermittlungen ging es um Gelder und andere Leistungen, mit denen die Musikverlage die Programmauswahl der Radiosender zu beeinflussen versuchten. Warner Music zahlte fünf Mill. Dollar in dem Radiofall.

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