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Sony Deutschland erwartet für laufendes Geschäftsjahr „schwarze Null“

Nach einem Rekordverlust von 50 Mill. Euro in 2003 erwartet Sony Deutschland-Chef Wolfdieter Griess für das laufende Geschäftsjahr (31. März) eine „schwarze Null“.

dpa KÖLN. Nach einem Rekordverlust von 50 Mill. Euro in 2003 erwartet Sony Deutschland-Chef Wolfdieter Griess für das laufende Geschäftsjahr (31. März) eine „schwarze Null“.

„Die Kosten gehen runter, die Marktanteile hoch“, sagte Griess am Samstag in einem dpa-Gespräch vor dem Start der Messe Photokina (28.09.) in Köln. Trotz der „guten“ Entwicklung im operativen Geschäft wird der im März eingeleitete Umstrukturierungsplan Kosten in zweistelliger Millionenhöhe verursachen. „Sie werden aber drastisch unter denen des Vorjahres von 22 Mill. Euro liegen“, sagte der Sony-Chef.

Sony Deutschland hatte nach den massiven Verlusten 100 Beschäftigten betriebsbedingt gekündigt. „Wir behalten um die 600 Arbeitsplätze, der Big-Bang liegt damit hinter uns“, sagt Griess. Die Kosten bei Sony seien seit dem Start der Umstrukturierung um einen „satten einstelligen Millionenbetrag“ geschrumpft. Gleichzeitig betonte er, im Geschäftsjahr 2005 wolle Sony wachsen. Der Umsatz in vergangenen Geschäftsjahr schrumpfte um rund zehn Prozent auf etwa eine Milliarde Euro.

Im kommenden Geschäftsjahr will Griess die Marktführerschaft im traditionellen Elektronik-Unterhaltungssegment (Audio- und Videoprodukte) zurückerobern. „Derzeit liegen wir mit einem Anteil von 12,2 Prozent nur unwesentlich hinter dem Marktführer“, sagte der Sony Deutschland-Chef. „Wenn der Trend anhält, könnten wir im nächsten Geschäftsjahr die gesamte Marktführerschaft übernehmen“, sagte Griess. Allerdings hänge das von der Nachfrage auf dem Inlandsmarkt und dem Weihnachtsgeschäft ab.

Im so genannten relevanten Markt, der neben Audio- und Videogeräten auch Computer und Laptops umfasst, sei der Marktanteil von 9,2 Prozent im Februar diesen Jahres auf 11,1 Prozent im August 2004 gestiegen. Zudem betonte Griess, mit einer konsequenten Streichung nicht renditeträchtiger Produkte sei begonnen worden. Der Sony Deutschland-Chef will von rund 3 000 Produkten ein Drittel der Geräte von der Palette nehmen.

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