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Sony kommt voran: Mit James Bond aus den Miesen

Die Sanierung greift langsam: Der Elektronikriese Sony schreibt noch rote Zahlen, könnte das Geschäftsjahr aber im Plus abschließen. Dabei halfen der rigide Sparkurs – und James Bond.

Besucher bei der CES. Sony schreibt wieder schwarze Zahlen. Quelle: dpa
Besucher bei der CES. Sony schreibt wieder schwarze Zahlen. Quelle: dpa

TokioDer japanische Elektronik-Riese Sony sieht dank harter Sanierungsanstrengungen Licht am Ende des Tunnels, kommt aber noch nicht aus den roten Zahlen heraus. In dem Ende Dezember abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal gab es wieder einen Verlust von 10,7 Milliarden Yen (87 Mio Euro), wie Sony am Donnerstag bekanntgab.

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Das war zwar deutlich weniger als die 159 Milliarden Yen im Vorjahresquartal. Aber von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Analysten hatten einen Gewinn erwartet, und einige Konkurrenten wie Panasonic präsentierten dank des schwachen Yen zuletzt stärkere Verbesserungen. Sony sieht sich aber weiterhin auf Kurs, im gesamten Geschäftsjahr einen Gewinn von 20 Milliarden Yen einzufahren und damit die Kette von Verlusten zu durchbrechen. Es wäre die ersten Bilanz mit schwarzen Zahlen seit fünf Jahren. Der Quartalsumsatz stieg um 6,9 Prozent auf 1,95 Billionen Yen.

Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Sony einen Rekordverlust von 456,7 Milliarden Yen eingefahren. Sony macht wie anderen japanischen Elektronik-Konzernen die Flaute im Geschäft mit TV-Geräten zu schaffen. Zudem hatte der Yen in den vergangenen Jahren deutlich an Wert gewonnen, das schlägt sich negativ auf die Auslandseinnahmen nieder. Der neue Konzernchef Kazuo Hirai will Sony mit einem rigiden Sparkurs und Innovationen wieder zu schwarzen Zahlen führen.

Sony, Sharp & Co Das lange Leiden der japanischen Elektronikkonzerne

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In operativer Rechnung erwirtschaftete Sony zwischen Oktober und Dezember einen Gewinn von 46,4 Milliarden Yen nach einem Fehlbetrag von 91,7 Milliarden Yen im Vorjahr. Im Kerngeschäft mit Unterhaltungselektronik machten sich die Sanierungsbemühungen besonders bemerkbar: Der Umsatz sackte im Jahresvergleich zwar um 18 Prozent auf 323,8 Milliarden Yen ab, aber der operative Verlust verringerte von 89,9 auf 8 Milliarden Yen.

Im Spielegeschäft verlor Sony angesichts schlechterer Verkäufe seiner Playstation-Konsolen 15 Prozent Umsatz, das operative Ergebnis brach von 33,8 auf 4,6 Milliarden Yen ein. Hier ist allerdings Besserung in Sicht: Der Konzern lädt im Februar zu einem Event nach New York, wo möglicherweise die neue Generation der Playstation vorgestellt wird.

Im Filmgeschäft ließ unter anderem der neue James-Bond-Film „Skyfall“ die Kassen klingeln: Der operative Gewinn schoss von 0,7 auf 25 Milliarden Yen hoch. Den größten Beitrag zum operativen Ergebnis leistete aber abermals das Finanzgeschäft mit 34,2 Milliarden Yen.

Im vergangenen Quartal hat der wieder etwas schwächere Yen etwas Druck von den zuletzt schwer leidenden japanischen Elektronik-Herstellern genommen. So verbuchte Panasonic einen überraschenden Gewinn von 61 Milliarden Yen und Sharp den ersten operativen Gewinn seit mehr als einem Jahr. Zugleich weisen Beobachter darauf hin, dass die eine gefürchtete japanische Elektronik-Industrie strukturell weiterhin schwächer aufgestellt ist als ihre südkoreanischen Rivalen wie Samsung und sehr stark vom Währungskurs abhängt.

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