Sony präsentiert PS4 Pro
Ein neues Konsolen-Zeitalter bricht an

Die neue Playstation PS4 Pro zeigt: Hersteller wie Sony oder Microsoft folgen immer mehr dem Vorbild iPhone. Gab es früher alle sechs bis sieben Jahre eine neue Spielkonsole, verkürzt sich jetzt der Zyklus drastisch.

New YorkSicherheitsleute in schwarz, eine Rolltreppe ins Untergeschoss. Ein Konzertsaal mit dunkellilafarbenen Wänden, ein lichtloses Loch mit 2000 Sitzplätzen. Die Präsentation der neuen Spielkonsole PS4 Pro von Playstation glich selbst einem Videospiel, es fehlten nur noch die Zombies oder Roboter zum Abschießen. Im New Yorker Playstation Theater zeigte die Spieletochter von Sony sein neuestes Gerät: kleiner, leichter, leistungsstärker, echter. „Das ist transformativ“, sagte Andrew House, Chef von Playstation.

Die PS4 Pro ist ein leistungsstärkeres Highend-Upgrade, das sich an eingefleischte Gaming-Fans richtet. Zudem wurde mit der PS4 Slim eine abgespeckte und energieeffizientere Variante gezeigt, die neue Kundengruppen ansprechen soll. Die PS4 Slim soll ab 15. September für 299 Euro angeboten werden, die„PS4 Pro ab 10. November für 399 Euro.

Es passt ins Bild, das fast zeitgleich an der US-Westküste Apple sein neues iPhone 7 vorstellte. Zwar bringen Spielekonsolenhersteller wie Playstation nicht wie die Kalifornier jedes Jahr neue Hardware heraus, aber der Zyklus verkürzt sich deutlich. Bislang gab es alle sechs bis sieben Jahre eine neue Konsole. Mit der PS4 Pro waren es nur drei Jahre.

Nintendo wird im kommenden März ein neues System mit dem Codenamen NX vorstellen, vier Jahre nach der Wii U Konsole. Microsoft brachte im vergangenen August die schlanke und kostengünstige Xbox One S auf den Markt, nachdem es 2013 die letzte Version präsentierte. „Sony oder Microsoft betreten völlig neues Gebiet“, sagte Mike Goodman, Chef für digitale Medienstrategien beim Beratungshaus Strategy Analytics.

Bislang scheuten sich die Hersteller vor zu vielen Neuerungen in der Hardware. Sie machen einen Großteil ihrer Umsätze mit dem Spieleverkauf. So macht der Verkaufserlös der Xbox nach Analystenschätzungen nur rund ein Viertel des Erlöses aus. Kunden zahlen für neue Spiele im Schnitt 60 Euro, davon wandern zehn bis 15 Prozent an die Konsolenhersteller. Auch zahlen sie Mitgliedsgebühren für Klubs wie Playstation Plus, bei dem Zugang zu Online-Spielen geboten wird.

Laut Analystenschätzung setzt Playstation jährlich rund eine Milliarde Dollar mit Spielen und Abos um. Mit neuer Hardware riskieren sie, Kunden zu vergraulen und lukrative Umsätze zu verlieren.

Allerdings wächst die Konkurrenz durch immer leistungsstärkere Smartphones und Tablets, auf der Spiele besser und realistischer wirken. So brachte Nintendo jetzt Super Mario Run für das iPhone auf den Markt, das zuvor nur auf Konsolen zu spielen war. Es lockt mit dem iPhone ein großer Markt, der Kurs des japanischen Spieleproduzenten sprang nach der Ankündigung am Mittwoch um fast 29 Prozent in die Höhe.

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