Soziales Netzwerk
Facebook verdient wegen gestiegener Investitionen weniger

Steigende Investitionen führen beim sozialen Netzwerk Facebook zu einem Gewinnrückgang - im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um neun Prozent. Die Entwicklung war nicht unerwartet. Dennoch fällt die Aktie zwischenzeitlich.
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BangaloreFacebook muss wegen steigender Investitionen einen Gewinnrückgang hinnehmen. Unter dem Strich blieben im abgelaufenen Quartal 719 Millionen Dollar (653 Millionen Euro) und damit neun Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie der US-Konzern am Mittwoch nach Börsenschluss mitteilte.

Die Kosten stiegen zugleich um mehr als vier Fünftel - um 82 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar. Der Betreiber des weltweit größten sozialen Netzes hatte Aktionäre bereits gewarnt, in diesem Jahr stünden größere Investitionen an. Dass die Kosten so stark zulegen würden, hatten Analysten aber nicht kommen sehen.

Die Werbeeinnahmen stiegt im zweiten Quartal um 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an. Der Umsatz des Unternehmens kletterte um 39 Prozent auf vier Milliarden Dollar und übertraf damit die Prognosen der Wall Street. „Es war ein weiteres starkes Quartal für unsere Community“, kommentierte Facebook-Chef Mark Zuckerberg die Zahlen.

Facebook verwies außerdem auf die Auswirkungen des steigenden Dollarkurses: Ohne diese Währungsentwicklung wären seine Einnahmen sogar um 50 Prozent gestiegen, erklärte das kalifornische Unternehmen.

Die weltweite Zahl der Nutzer, die mindestens einmal im Monat bei Facebook vorbeischauen, stieg im Juni um 13 Prozent zum Vorjahr auf 1,49 Milliarden. Die besonders wertvollen täglich aktiven User nahmen um 17 Prozent auf 968 Millionen zu.

Der Trend zur mobilen Nutzung hält an. Inzwischen greifen 844 Millionen Mitglieder täglich von Smartphones und Tablets auf den Dienst zu - das waren 29 Prozent mehr als im Vorjahr.

Facebook treibt die Werbung auf mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablet-PCs voran und entwickelt Angebote wie den SMS-Ersatz WhatsApp oder den Fotodienst Instagram weiter. Analysten gehen davon aus, dass der Umsatz dadurch in den kommenden Jahren deutlich steigen wird.

Die Werbung auf mobilen Geräten wird für das unternehmen immer wichtiger. Inzwischen entfallen auf sie 76 Prozent der Werbumsätze. Vor einem Jahr waren es noch 62 Prozent.

Auch wenn Gewinn und Umsatz die Markterwartungen übertrafen, drehte die Aktie nachbörslich zunächst ins Minus. Analysten nannten den starken Anstieg der Ausgaben als möglichen Grund.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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