Die spanische Telefonica
baut auf Asien und deshalb ihren Anteil an China Netcom
auf zwölf Prozent aus. Damit plant das Unternehmen, seine Position auf dem chinesischen Markt zu stärken.
Der spanische Telefonkonzern Telefonica
will seinen Anteil an China Netcom
auf zwölf Prozent erhöhen. Damit wolle das Unternehmen seine Position auf dem chinesischen Markt stärken, teilte Telefonica
am Donnerstag mit. Telefonica
kauft die Anteile für etwa 800 Millionen Euro vom US-Fondsmanager Alliance Bernstein Holdings LP. China Netcom
wird in Kürze mit seinem inländischen Wettbewerber China Unicom
fusionieren. Telefonica
wäre dann mit einem Anteil von 5,5 Prozent der größte private Anteilseigner des neuen Unternehmens. Insgesamt wollen die Spanier etwa 1,4 Milliarden Euro in Netcom investieren.
Die chinesischen Telefonkonzerne sind Analysten zufolge auf Expertise und die Technologie aus dem Ausland angewiesen. Steven Liu, Analyst bei DBS Vickers, ist jedoch der Meinung, dass hauptsächlich Telefonica
von der Beteiligung im Wachstumsmarkt China profitiert. Tucker Grinnan von HSBC
sieht die Beteiligung als Teil einer breit angelegten Diversifizierungsstrategie. Der Fokus werde in Zukunft nicht mehr so stark auf Lateinamerika liegen. Im Heimatmarkt Spanien macht Telefonica
nur noch gut ein Drittel des Umsatzes. Netcom-Aktien sind seit der Ankündigung von Telefonica
um gut zwei Prozent auf 18,7 Hongkong-Dollar (1,65 Euro) gestiegen. Die Telefonica
-Aktie notierte kostant bei etwa 17,40 Euro.

