Spanisch-Programm in der Schwebe
Sparzwang bei der Deutschen Welle

Da die Bundesmittel in den nächsten Jahren sinken muss die Deutsche Welle kräftig sparen und vor allem Personal abbauen. Das machte der Intendant des deutschen Auslandssenders, Erik Bettermann, am Montag in Bonn deutlich.

HB BONN. Die Einschnitte im Programmbereich sollen bei einer Neuausrichtung des Senders begrenzt werden. Das spanischsprachige TV-Programm in Lateinamerika, um das es auch politischen Wirbel gab, soll laut Bettermann zunächst bis Ende 2005 beibehalten werden. Ihm drohe aber ebenso das Aus wie dem TV- Programm in Afghanistan, wenn der Bund nicht die erforderlichen Mittel beisteuere.

Das spanischsprachige Programm könne auch nach 2005 fortgesetzt werden, wenn der Bund dem Auslandssender Mittel für die generelle Umstrukturierung des Senders zur Verfügung stelle, sagte Bettermann. Das müssten für 2005/2006 etwa vier Mill. € sein. Ansonsten gebe es aus Sparzwängen keine andere Wahl, als künftig auf Basis des deutschen Programms nur noch als weit billigere Alternative mit Untertiteln in Spanisch zu senden. Das würde bedeuten, dass statt des zwei Mal am Tag ausgestrahlten spanischsprachigen Programms von einer Stunde künftig fünf Stunden mit Untertiteln ausgestrahlt würden.

Nach Kürzungen in diesem Jahr von 3,1 Mill. € sollen der Deutschen Welle (DW) für 2005 und 2006 an Mitteln aus dem Bundeshaushalt (insgesamt 261,4 Mill. €) jeweils rund 8,1 Mill. € weniger als zunächst geplant zur Verfügung stehen. Seit 1998 seien die Mittel für die DW schon um rund 17 % zurückgegangen, sagte Bettermann. Die Rationalisierungsmöglichkeiten seien bereits weitgehend ausgeschöpft. „Wir sind an einem Punkt, wo es wirklich um Substanz geht.“

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