Spanische Fußball-Rechte
Arena fügt Premiere neue Schmach zu

Nachdem Arena dem Bezahlsender Premiere bereits die deutsche Fußball-Bundesliga weggeschnappt hatte, griff der Vermarkter nun erneut zu und sicherte sich die Übertragungsrechte am spanischen Fußball. Es ist bei weitem nicht der einzige Tiefschlag für Premiere am Dienstag: Die Zwischenbilanz fiel miserabel aus.

HB MÜNCHEN. Ab dem 27. August werde Arena neben der deutschen Fußball-Bundesliga auch die spanische Primera Division sowie den spanischen Königspokal „Copa del Rey“ zeigen, teilte Arena am Dienstag mit. Die Rechte sollen für die nächsten drei Jahre gelten und die Ausstrahlung über Kabel, Satellit und Internet umfassen. Die spanische Fußballliga zählt zu den stärksten in Europa.

Premiere bleiben beim Liga-Fußball jetzt noch die Rechte an den höchsten Spielklassen von England, den Niederlanden, Frankreich, Italien und Österreich. Auch überträgt Premiere die UEFA Champions League, die im September startet.

Arena hatte im Dezember bei der Vergabe der Live-Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga Premiere überraschend ausgestochen. Auf Umwegen kam Premiere aber doch noch zum Zug: Arena und Premiere einigten sich auf eine Kooperation zur Übertragung im Kabelfernsehen von 14 Bundesländern. Premiere übernimmt dabei die Inhalte von Arena. Lediglich im Kabelnetz von Hessen und Nordrhein-Westfalen sendet Arena exklusiv die Bundesliga; in Baden-Würrtemberg steht den Zuschauern offen, welchen Bezahlsender sie einschalten. Zudem überträgt Premiere die Bundesliga-Spiele im Internet-Fernsehen der Deutschen Telekom.

Das Hickhack um die Senderechte hat Premiere im zweiten Quartal viele Kunden gekostet. 79 000 Abonnenten kündigten in den drei Monaten, wie das Unternehmen bei der Vorlage seiner Zwischenbilanz mitteilte. Damit hat Premiere noch 3,44 Mill. Kunden. „Angesichts der öffentlichen Diskussion über den Verlust der Bundesligarechte von Premiere, der dadurch ausgelösten Verunsicherung der Abonnenten und der außergewöhnlichen Marketinganstrengungen des neuen Wettbewerbers Arena ist dieser Rückgang als moderat zu bewerten“, relativierte Premiere-Chef Georg Kofler den Rückgang.

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