Spanische O2-Mutter
Telefónica erzielt Rekordgewinn

In den ersten drei Quartalen dieses Jahres hat der spanische Telekom-Konzern Telefónica einen kräftigen Gewinnzuwachs verbucht. Gute Geschäfte der Mobilfunktochter 02 und geringere Steuerlasten halfen dabei.

HB MADRID/MÜNCHEN. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sei der Überschuss um gut die Hälfte auf einen Rekordwert von 7,85 Mrd. Euro geklettert, teilte der zweitgrößte Telekommunikationskonzern Europas am Montag in Madrid mit. Damit übertraf das Unternehmen, das knapp 220 Mill. Kunden zählt, deutlich die Markterwartungen. Dazu hätten neben dem Steuereffekt und dem operativen Geschäft Erlöse aus Beteiligungsverkäufen beigetragen. Der Umsatz wuchs um knapp neun Prozent auf rund 42 Mrd. Euro.

Für das laufende Jahr bekräftigte Telefónica seine Prognose. Der O2-Mutterkonzern hat einen Anstieg des operativen Gewinns zwischen 19 und 23 Prozent und einen Zuwachs beim Umsatz von acht bis zehn Prozent in Aussicht gestellt.

Während O2 in Großbritannien seinen Mobilfunkeinnahmen deutlich steigerte, kosteten dem deutschen Ableger im dritten Quartal die eigenen neuen Pauschaltarife Umsatz. Die Einnahmen aus dem Handybetrieb seien zum Vorjahr um fünf Prozent auf 753 Mill. Euro zurückgegangen, erklärte O2 Germany. Dabei kletterte die Zahl der Kunden zum Stichtag Ende September binnen Jahresfrist um 15 Prozent auf rund 12,2 Millionen.

O2-Finanzchef Andre Krause begründete den Umsatzrückgang mit dem Wechsel zahlreicher Kunden zu neuen Tarifpaketen. Daneben habe O2 die Senkung der Gebühren für die Weiterleitung von Gesprächen in andere Netze durch die Regulierungsbehörden zugesetzt. Zusammen mit dem Breitband-Geschäft (DSL), das unter der Marke Telefonica firmiert, erwirtschafteten die Spanier in Deutschland einen um acht Prozent höheren Betriebsgewinn (Ebitda) von 197 Mill. Euro.

Für das kommende Jahr zeigte sich Krause zuversichtlich. Das Wechselfieber der Kunden zu anderen Verträgen lege sich bereits wieder, sagte er in einer Telefonkonferenz. Zudem sei für 2008 keine so drastische Absenkung der Terminierungsgebühren mehr zu erwarten. Auch komme O2 mit seinem Kostensenkungsprogramm voran. Zusammen mit der Mutter Telefonica könne das Unternehmen nun günstiger einkaufen. Von den rund 700 Stellen, die O2 in Deutschland streicht, sei die Hälfte schon abgebaut.

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