Spanische Telefonica
Kein Interesse an der Telekom

Der spanische Telefonica-Konzern Telefonica ist nicht an einer Übernahme der Telekom interessiert. Derzeit seien keine weiteren Zukäufe geplant, betonte der Vorstandsvorsitzende César Alierta.

HB Düsseldorf. Zu den Übernahme-Gerüchten sagte Alierta der „Wirtschaftswoche“: „Ich will die Deutsche Telekom nicht kaufen.“ Zwar seien Geschäftsstrategie, Firmenphilosophie und die Vorstellungen über die weitere Entwicklung der Branche identisch. „Doch im Moment haben wir genug Kunden“, betonte der Unternehmenschef.

Außerdem gebe es noch Überlappungen in Deutschland, Großbritannien, Spanien und Tschechien. So gut würde das nicht passen. Derzeit seien auch deshalb keine weiteren Übernahmen geplant, da Telefonica durch den Kauf von O2 die richtige Masse erreicht habe. „Wir brauchen eine kritische Größe. Das ist sehr wichtig sowohl auf der Umsatz- als auch auf der Kostenseite“, wird Alierta zitiert.

Die kritische Größe, um Druck ausüben zu können, sei mit dem Kauf von O2 in Europa jetzt erreicht. Auch in Deutschland sieht sich Telefonica dem Bericht zufolge weiter auf Wachstumskurs. Es gebe hier beim Breitband und auch beim Mobilfunk noch viel Potenzial. „Wir haben im Jahr 2000 mit unserer Marke Quam keine guten Erfahrungen gemacht. Das hat sich geändert“, erklärte Alierta.

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