Sparmaßnahmen beim rosa Riesen
Telekom will mit Kürzung der Arbeitszeit Geld sparen

Die Deutsche Telekom will für ihre rund 100 000 Beschäftigten in Deutschland eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit um zehn Prozent ohne Lohnausgleich durchsetzen. Im Gegenzug soll beim Abbau von 40 000 Arbeitsplätzen in der dominierenden Festnetzsparte über 2004 hinaus auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet werden.

HB HAMBURG. Die Absenkung der Arbeitszeit von derzeit 38 auf 34 Wochenstunden ohne Entgeltausgleich ist Teil eines von Personalvorstand Heinz Klinkhammer in Hamburg präsentierten „Beschäftigungspakt Telekom“, über den die Telekom in der bevorstehenden Tarifrunde mit der Gewerkschaft Verdi verhandeln will. Neben der Flexibilisierung der Arbeitszeit strebe die Telekom einen moderaten Tarifabschluss an, sagte Klinkhammer weiter. Damit will der Telekommunikationskonzern Druck von den Personalkosten nehmen und einen zusätzlichen Stellenabbau vermeiden.

Außerdem sehe der „Beschäftigungspakt“ vor, die Ausbildungsquote zu verringern, weniger Auszubildende als bisher nach abgeschlossener Lehre zu übernehmen und den Lehrlingen zudem weniger Gehalt zu zahlen. Insgesamt sollen durch das vorgeschlagene Maßnahmepaket beim Personal jährlich Kosten in mittlerer dreistelliger Millionen-Höhe eingespart werden. Die Telekom-Aktie weitete am Dienstag nach der Ankündigung ihre Gewinne leicht aus. Am Nachmittag lagen die Papiere in einem festeren Gesamtmarkt 2,12 % im Plus bei 13,47 €.

Als vierten Punkt des Beschäftigungspakts verlangte Klinkhammer eine differenzierte Bezahlung der Beschäftigten in der konzerneigenen Personalservice-Agentur. „Es ist einfach auf Dauer nicht tragbar, dass Mitarbeiter ohne Beschäftigung das gleiche Einkommen beziehen wie diejenigen, die arbeiten“, sagte der Telekom-Personalvorstand. Hinzu komme, dass nur mit einer solchen Differenzierung andere Instrumente eines sozialverträglichen Personalabbaus wie die Altersteilzeit an Attraktivität behielten. Klinkhammer sprach in diesem Zusammenhang von einer „Druck-Zug-Situation“, in die Beschäftigte gebracht würden, flexible Arbeitszeitmodell anzunehmen beziehungsweise in Altersteilzeit zu gehen.

Seite 1:

Telekom will mit Kürzung der Arbeitszeit Geld sparen

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%