Sparmaßnahmen
Nokia Siemens Networks schließt Standorte im Osten

Bereits im November gab Nokia bekannt, weltweit 17.000 Arbeitsplätze abzubauen. Davon sind nun auch fünf Standorte in Ostdeutschland betroffen. Der Betriebsratschef spricht von einem „schwer erkauften Kompromiss“.
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München/HalleDer Netzwerk-Ausrüster Nokia Siemens Networks schließt fünf kleinere Service-Einrichtungen in Ostdeutschland. Betroffen seien Cottbus, Chemnitz, Dresden, Erfurt und Halle, wie eine Sprecherin am Freitag bestätigte. Insgesamt sind den Angaben zufolge in der Region Ost etwa 150 Arbeitsplätze von Abbau und Schließungen betroffen. Leipzig bleibt als Standort mit rund 120 Arbeitsplätzen erhalten. Nokia Siemens Networks hatte sich den Angaben zufolge am Donnerstag mit dem Betriebsrat der Region Ost geeinigt.

Betriebsratschef Sven Burat sagte am Freitag dem Radiosender MDR Info (Halle), es handle sich um einen „schwer erkauften Kompromiss“. Die vom Arbeitsplatzabbau betroffenen Kollegen hätten die Möglichkeit, für 18 Monate in eine Transfergesellschaft zu wechseln. Auch Altersteilzeit-Verträge würden angeboten. Es sei „sehr bitter“, sagte Burat. Man verliere eine große Anzahl von Fachkräften.

Der Geschäftsführer von Nokia Siemens Networks Deutschland, Hermann Rodler, erklärte: „Die jetzige Lösung ist sozial verträglich und für das Unternehmen wirtschaftlich sinnvoll, weil wir unsere Restrukturierungsmaßnahmen nun zum 1. September 2012 in der Region umsetzen können.“ Das Unternehmen hatte den Angaben zufolge zunächst die Absicht, alle Standorte in Ostdeutschland außer Berlin zu schließen, damit auch Leipzig. Die Transfergesellschaft werde die Mitarbeiter weiter qualifizieren und sie bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz unterstützen. „Wenn genügend Mitarbeiter davon Gebrauch machen - hiervon gehen wir aus - dann ist mit dieser Lösung der Erhalt des Standortes Leipzig gesichert“, sagte er.

Im November 2011 hatte der Telekommunikationskonzern seine Absicht angekündigt, weltweit 17.000 Arbeitsplätze abzubauen. Ziel war es, das Unternehmen aus der Verlustzone herauszuholen und für die Zukunft wettbewerbsfähig aufzustellen. Von dieser Restrukturierung seien in Deutschland rund 2900 Arbeitsplätze betroffen. Nokia Siemens Networks stellt technische Geräte für mobile Breitbandnetze her.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • das war Siemens Mobile (später umbenannt in BenQ Mobile). Da beides Teil des Siemens Konzerns war ist es durchaus wahrscheinlich dass es in Kamp-Lintfort eine Zusammenarbeit gab.

  • War der Laden nicht auch früher mal in Kamp-Lintfort?

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