Sparpläne

Microsoft plant massiven Stellenabbau

Mit der Integration von Nokia könnten tausende Mitarbeiter ihren Job verlieren. Werden die Pläne wie geplant umgesetzt, droht die größte Entlassungswelle in der Geschichte des IT-Konzerns.
Kommentieren
Schatten über dem Konzern: Microsoft soll einen massiven Stellenabbau einplanen. Quelle: Reuters

Schatten über dem Konzern: Microsoft soll einen massiven Stellenabbau einplanen.

(Foto: Reuters)

BangaloreMicrosoft plant einem Medienbericht zufolge den womöglich größten Stellenabbau in seiner Geschichte. Anlass sei die Integration des übernommenen Handygeschäfts von Nokia. Die Kürzungen könnten noch höher ausfallen als 2009, als 5800 Jobs gestrichen wurden, meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit den Plänen vertrauten Personen. Betroffen könnten demnach neben der Nokia-Sparte auch Mitarbeiter in Microsoft-Bereichen sein, in denen es zu Überschneidungen komme. Die Kürzungen könnten noch in dieser Woche bekanntgegeben werden. Bei Microsoft war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Seit der Übernahme des Handygeschäfts von Nokia im Frühjahr hat der weltgrößte Softwarehersteller 127.000 Mitarbeiter. Das sind weit mehr als bei den Rivalen Apple und Google. An der Börse wird allgemein damit gerechnet, dass Microsoft-Chef Satya Nadella Streichungen vornehmen wird. Er hat angekündigt, sich bei der für den 22. Juli vorgesehenen Vorlage des Quartalsberichts im Detail zu organisatorischen und finanziellen Angelegenheiten zu äußern.

Mit diesen Neuerungen will Microsoft punkten
Microsoft CEO Satya Nadella gestures as he speaks during his keynote address at the company's "build" conference in San Francisco
1 von 12

Der neue Microsoft-Chef Satya Nadella legt ein hohes Tempo vor: Erst vor wenigen Tagen kündigte er an, das Büro-Paket Office jetzt auch für das iPad anzubieten. Bei der hauseigenen Entwicklerkonferenz Build stellte der Manager nun zahlreiche Neuerungen rund um das Betriebssystem Windows vor.

Joe Belfiore
2 von 12

Viele Grüße an Siri: Auch Microsoft hat einen digitalen persönlichen Assistenten entwickelt. Cortana – so der Name – kommt mit der neuen Version Windows Phone 8.1 aufs Handy. „Sie besitzt das Wissen des Internets“, sagte Microsoft-Manager Joe Belfiore bei der Vorstellung. Dafür nutzt die Software die Suchmaschine Bing.

CortanaHero
3 von 12

Den Namen hat sich das Unternehmen übrigens aus einem Computerspiel geliehen: Cortana heißt in der Science-Fiction-Serie „Halo“ eine Figur mit künstlicher Intelligenz, die dem Protagonisten hilft.

Windows Phone 8_1 Info-Center (2)
4 von 12

Alles auf einen Blick: Mit dem Update – Windows Phone 8.1 – führt Microsoft ein Info-Center ein. Wie schon beim iPhone und bei Android-Geräten haben Nutzer damit wichtige Einstellungen wie WLAN und Flugmodus stets zur Hand. Außerdem werden dort Benachrichtigungen angezeigt.

Stephen Elop, vice president of Nokia, gestures while introducing the Nokia Lumia 930 mobile phone during Microsoft's "build" conference in San Francisco
5 von 12

Windows ist längst nicht mehr an den PC gebunden – der frühere Nokia-Chef und heutige Microsoft-Manager Stephen Elop stellte in San Francisco mehrere neue Smartphones mit dem mobilen Betriebssystem Windows Phone vor.

Stephen Elop, vice president of Nokia, gestures while introducing the Nokia Lumia 930 mobile phone during Microsoft's "build" conference in San Francisco
6 von 12

Das neue Spitzenmodell von Nokia heißt Lumia 930. Es soll mit ausgefeilter Kameratechnik punkten, die Stephen Elop hier demonstriert.

nokia_lumia_930_white
7 von 12

Das Fünf-Zoll-Gerät hat eine metallene Verkleidung an den Seiten, das Hinterteil gibt es verschiedenen Farben von orange bis schwarz. Nokia stattet das Gerät wie gewohnt mit eigener Software aus, etwa seinen Kartenanwendungen.

  • rtr
Startseite

0 Kommentare zu "Sparpläne: Microsoft plant massiven Stellenabbau"

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%